Kampagne „Mit vielen Augen“ Ausstellung: Harzerin mit seltenem Gendefekt erzählt in Haldensleben ihre Geschichte
In der Kampagne „Mit vielen Augen“ werden Menschen mit und ohne Behinderung aus Sachsen-Anhalt porträtiert. Sie alle haben eines gemeinsam: Eine persönliche Beziehung zu einer Werkstatt für behinderte Menschen. Nun ist die Ausstellung in Haldensleben zu sehen.

Haldensleben. - Susan Thoms ist mit dem sogenannten Williams-Beuren-Syndrom auf die Welt gekommen – einem sehr seltenen Gendefekt. Betroffene und ihre Familien erleben den Verlauf der Erkrankung unterschiedlich. Susan Thoms hat eine leichte kognitive Behinderung und einen Herzfehler.
Trotz der Herausforderungen, die ihre Erkrankung mit sich bringt, meistert sie ihr Leben – auch beruflich. So arbeitet sie in den Diakonie-Werkstätten in Halberstadt und war auch schon bei einem Verpackungshersteller außerhalb tätig. Ihre Geschichte erzählt die 36-Jährige im Rahmen der Ausstellung „Mit vielen Augen sehen“, die nun im Landratsamt Haldensleben zu sehen ist.
12.000 Menschen mit Behinderung im Landkreis Börde
In der Kampagne werden Menschen mit und ohne Behinderung aus Sachsen-Anhalt porträtiert. Sie alle haben eines gemeinsam: Eine persönliche Beziehung zu einer Werkstatt für behinderte Menschen. Auf großen Bannern ist neben dem jeweiligen Porträt selbst auch ein QR-Code zu sehen. Über diesen gelangen Besucher mit ihrem Smartphone direkt zur Internetseite mit der Lebensgeschichte der Protagonisten.
Wie Dezernent Marcus Waselewski bei der Ausstellungseröffnung berichtete, leben im Landkreis Börde rund 12.000 Menschen mit einer Behinderung. Etwa 1.000 von ihnen sind in einer auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten Werkstatt beschäftigt.
Initiiert wurde die Ausstellung von der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Sachsen-Anhalt. Sie ist nun bis zum 15. November im Landratsamt in Haldensleben zu sehen.