Haldensleben l „Bauwillige hatten es in Haldensleben in der Vergangenheit nicht immer leicht“, erklärt Stadt-Pressesprecher Lutz Zimmermann. „Wer nicht in einem der größeren Eigenheimgebiete sein Traumgrundstück fand, der musste intensiv suchen. War dann eine geeignete Baulücke entdeckt, wartete die nächste Hürde, nämlich die, den Eigentümer zu finden und in Erfahrung zu bringen, ob und unter welchen Bedingungen das ersehnte Stück Land überhaupt bebaut werden darf.“

Das soll nun anders werden. Mitte 2019 will die Stadtverwaltung ihr Baulandkataster ins Internet bringen. Ähnlich wie bei Google Maps sollen sich Bauwillige damit eine Karte von Haldensleben und seinen Ortsteilen ansehen können. Zur Verfügung stehende Grundstücke werden markiert sein. Per Klick darauf sollen Einstiegsfragen beantwortet werden: Wie groß ist das Grundstück? Wie weit ist es bis zum Bahnhof oder zur nächsten Schule? Wer ist mein Ansprechpartner in der Stadtverwaltung, wenn ich mehr erfahren möchte?

Verwaltung verschickt Fragebögen

„Zahlreiche Eigentümer eventueller Baugrundstücke wurden durch die Stadtverwaltung in diesen Tagen bereits angeschrieben mit der Bitte, einer Veröffentlichung zuzustimmen und den entsprechenden Fragebogen zurückzusenden. Bereits jetzt können sie aber auch schon von ihrem Widerspruchsrecht zur Veröffentlichung Gebrauch machen“, informiert Lutz Zimmermann. Denn wer mit einem Grundstück nicht im Kataster auftauchen möchte, der muss auch nicht.

Sollten Eigentümer hingegen kein Anschreiben erhalten haben, aber einen Teil eines Grundstücks abgeben wollen oder über ein baureifes Grundstück verfügen, das im Kataster zu sehen sein soll, können sie sich an die Abteilung Bauplanung der Stadt wenden.

Der Datenschutz soll beim fertigen Kataster eine wichtige Rolle spielen: „Mögliche Interessenten für das Grundstück werden sich dann direkt an die Stadtverwaltung wenden. Der Grundstückseigentümer wird über diese Anfrage informiert und es werden die Kontaktdaten des Interessenten weitergeleitet. So bleibt sowohl die Entscheidung über eine Kontaktaufnahme als auch das anschließende Gespräch mit dem potentiellen Erwerber vollständig in der Hand des Grundstückseigentümers“, unterstreicht Petra Albrecht, Abteilungsleiterin Stadtplanung.

„Die persönlichen Daten der Eigentümer werden nicht veröffentlicht, es werden lediglich Flur und Flurstück sowie die Straße des betreffenden Grundstücks genannt“, so Petra Albrecht weiter. „Ich bitte herzlich alle grundsätzlich interessierten Eigentümerinnen und Eigentümer um Mitwirkung - denn so können wir im Sinne einer ansprechenden Stadtentwicklung vorankommen“, erklärt Petra Albrecht. Erreichbar ist sie unter 03904/479371 beziehungsweise stadtplanung@haldensleben.de.