Bebertal l Nicht nur der Ausgang der Gemeinde- und Ortschaftsratswahl war zu Beginn der Woche in Bebertal das Gesprächsthema an sich. Für Frust sorgen auch vier Wochen nach der geplanten Bauabnahme noch der Dönstedter Teich und seine Sanierung, die sich bereits seit Ende vergangenen Jahres hinzieht. Nach einem lauten Aufschrei seitens des Ortschaftsrates und zahlreicher Bürger versagte die Gemeinde Hohe Börde am 3. Mai die Bauabnahme und setzte dem Auftragnehmer eine Frist von vier Wochen, um die Mängel zu beseitigen.

Sowohl Anwohner, als auch Ortschaftsratsmitglieder beobachteten die Arbeiten am Dönstedter Teich aufmerksam – so wie sie es auch in den Wochen zuvor getan hatten. Ihr Urteil Ende Mai war nicht viel anders als Anfang des Monats. Demnach war zwar im vorderen Bereich nahe der Haldensleber Straße das Ufer neu profiliert worden und auch die schon teilweise beschädigten Bäume hatten nun Schutzhüllen an den Stämmen, aber ein akzeptabel sanierter Teich sieht in den Augen der Bebertaler anders aus.

Mängelbeseitigung mangelhaft

„Wir wollten für 150.000 Euro eine ordentliche Teichsanierung“, brachte es Ortsbürgermeister Jens Ruhnke bei dem Vor-Ort-Termin auf den Punkt. Das, was er und auch die anderen Bebertaler sowie Vertreter vom Bauamt der Gemeinde Hohe Börde und vom planenden Ingenieurbüro sahen, entsprach aber keineswegs den Vorstellungen. Vergleiche mit einem Dreckloch und einer Müllhalde wurden in der hitzigen Diskussion am Teichufer gezogen.

Das einst im Ortschaftsrat vorgestellte Projekt zur Teichsanierung weicht weit von dem Ergebnis ab, auch wenn das Bauunternehmen vehement auf die Ausschreibung zu einer Teilsanierung des Teiches verweist. Um die Vorstellungen der Bebertaler zu erfüllen, müsste nach dessen Ansicht wesentlich mehr Geld in die Hand genommen werden.

Rückforderungen im Gespräch

Im Gegensatz kommen aus Bebertal sogar Forderungen, dass auch von der bisher geleisteten Abschlagszahlung in Höhe von 60.000 Euro einiges zurückgefordert werden müsse. Und dafür hat beispielsweise Anwohner Hans-Joachim Stelter auch reichlich Begründungen. So wurde nach seiner Aussage lediglich Schlamm aus dem Teich entnommen und die angekündigte Böschungssanierung nicht durchgeführt.

Der Zulauf im hinteren Bereich des Teiches sehe aus wie eine Mondlandschaft und im Uferbereich lägen Metallschrott, Rohre und Äste. Das angewendete Verfahren zur Schlammentnahme zweifelt er zudem an. So wie ihn bringen die aufgeführten Mängel auch viele andere Bebertaler auf die Palme. Dem Bauunternehmen wird die fachliche Kompetenz abgesprochen.

Und das könnte jetzt nach Ablauf der Frist zur Mängelbeseitigung auch zu Konsequenzen führen. Schon zum Anfang dieser Woche mutmaßte Sebastian Mund als Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde, dass der Termin für den ordnungsgemäßen Abschluss der Arbeiten seitens des Unternehmens wohl nicht gehalten werden könne. Zumal das Unternehmen auch während der Bauphase selten bis gar nicht mit den notwendigen Mitarbeitern vor Ort gewesen sei. Möglich ist jetzt eine Kündigung des Auftrages und der Einsatz einer anderen Firma, um die Baumaßnahme fertigzustellen.