Wieglitz l Kaum war im Juli die erste Demokratie-Bank im Rahmen des Projektes „Alle Menschen sind gleich – Vielfalt tut gut“ fertig, gab es wegen der großen Nachfrage schon Pläne für die zweite Auflage. In nur wenigen Wochen entstand eine weitere kunterbunt bemalte Sitzgelegenheit.

„Wegen der Corona-Pandemie bieten wir eine Open-Air-Veranstaltung an und hoffen, dass unsere Gäste nicht frieren“, sagte Astrid Leischwitz vom Vorstand des Gemeindekirchenrates Wieglitz. Am Himmel war – hingegen der Wettervorhersage – keine Regenwolke zu sehen. Eine warme Atmosphäre erzeugten Max Heckel und Aron Thalis als „Kopinsky Brothers“ mit ihren Liebesliedern.

„Vielfalt tut gut. Vielfältig waren auch die Abende, wo die Latten der Bank gestrichen wurden. Es hat für Vereine und für die Gemeinde viel zusammenführende Zeit gegeben. Es waren schöne Abende – trotz der schwierigen Zeiten“, beschrieb Sven Fahrenfeld (UWG), Bürgermeister der Gemeinde Bülstringen, zu der auch Wieglitz gehört. Bei den Malaktionen seien – nach den Ausführungen des Bürgermeisters – viele Ideen zur Verschönerung des Dorfes entstanden. Manche davon wurden schon umgesetzt und andere könnten – nach Fahrenfelds Ansicht – noch folgen. Mit Hilfe vom kleinen Nick enthüllte der Gemeindechef die Bank. Dafür gab es tosenden Beifall vom Publikum.

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Gemeinsam mit den Besuchern stimmten Angelika Huchel, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, und die singenden Brüder das Kirchenlied an „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit“.

Die Liebe in Liedern

Ein zeitloses Thema ist seit vielen Jahrhunderten die Liebe. Mit alten und neuen Liebesliedern eroberten die Musiker die Herzen der Zuhörer. Max Heckel verriet, dass sein Partner einer der wenigen Musiker sei, die absolut nicht singen können. Heckel empfahl deshalb mit einem Augenzwinkern, dass das Publikum „zur Schadensminimierung“ immer, wenn der junge Schlagzeuger seinen Mund aufmacht, mitsingen sollte. Das funktionierte tadellos. Wichtig sei für Heckel beim Zusammenstellen des Programms, die Fans zu erreichen. Zufrieden stellte er fest, dass die Zielgruppe in der ersten Reihe sitzt. „Das sind die Ladys, die mit dem Bus der Kinder- und Jugendfeuerwehr angereist sind“, sagte der Musiker und zeigte auf die nicht mehr ganz jungen Damen, die im Shuttlebus der Kommune von Bülstringen kamen.

In den Liebesliedern fragten die Musiker auch ganz kritisch, was nach dem Happyend passiert, wenn der Filmkuss vorbei ist, wenn das junge Paar Kinder großzieht, der Papa nicht mehr scharf auf die Mutter ist und doch lieber eine mit blonden Haaren möchte. Passend zum dörflichen Umfeld sangen die „Kopinsky-Brothers“ auch lustige Strophen über den Hahn, der auf dem Hof von Bauer Schulze die Hühner beglückt.

Kinder sammeln die Gaben für Erntedankfest ei

Musik gibt es auch beim Erntedankfest am Sonnabend, 3. Oktober, um 18 Uhr in der Kirche in Wieglitz. Inge Schulze aus Zobbenitz und Ellen Ahrendt aus Bülstringen halten eine plattdeutsche Dankesandacht. Anne-Marie Krause aus Bülstringen musiziert und begleitet die Andacht up platt.

Die Erntedankgaben werden am Freitag, 2. Oktober, ab 16 Uhr von den Kindern eingesammelt und zur Kirche gebracht. „Wer am Freitag um diese Zeit noch arbeiten muss oder nicht zu Hause ist, kann seine Gaben aber auch vorher schon zu den Gemeindekirchenratsmitgliedern bringen oder um eine Abholung bitten“, informierte Angelika Huchel.