Investitionsvolumen der Gemeinden

• Verbandsgemeinde Flechtingen: 36,69 Millionen Euro (davon 15 Millionen Euro vom Bund)

• Stadt Oebisfelde-Weferlingen: 30,71 Millionen (davon 15 Millionen Euro)

• Verbandsgemeinde Elbe-Heide: 31,58 Millionen Euro (davon 15 Millionen Euro)

• Verbandsgemeinde Westliche Börde: 14,84 Millionen Euro (davon 13,48 Millionen Euro vom Bund)

• Stadt Oschersleben: 16,73 Millionen Euro (davon 10,94 Millionen Euro vom Bund

• Stadt Wanzleben: 22,11 Millionen Euro (davon 10,87 Millionen Euro vom Bund)

• Gemeinde Niedere Börde: 13,05 Millionen Euro (davon 8,12 Millionen Euro vom Bund)

• Gemeinde Barleben: 12,91 Millionen Euro (davon 5,94 Millionen Euro vom Bund)

Investitionen insgesamt:

178,62 Millionen Euro

Haldensleben l Auf diesen Tag haben viele Unternehmen und Privatleute in der Börde lange gewartet. Der erste Schritt in Richtung schnelles Internet soll am kommenden Dienstag, 28. August 2018, gesetzt werden. Dann wird in acht Gemeinden des Landkreises gleichzeitig die Arbeit aufgenommen, um insgesamt 6793 Kilometer Glasfaserkabel in 2544 Kilometer Leerrohre in den Boden zu bringen. 8 der 13 Börde-Gemeinden beteiligen sich an dem gemeinsamen Projekt, das vom Landkreis koordiniert wird. Lediglich Haldensleben, Wolmirstedt, die Hohe Börde, die Obere Aller und das Sülzetal gehen in Sachen Breitbandausbau ihre eigenen Wege.

Holger Haupt ist zuversichtlich, dass es jetzt mit großen Schritten voran geht. Der Koordinator für den Breitbandausbau im Landkreis Börde freut sich, dass sein Projekt jetzt konkrete Formen annimmt: „Alle acht Gemeinden haben inzwischen Generalunternehmen mit den Arbeiten beauftragt und die stehen bereits in den Startlöchern.“ Am Dienstag sollen dann mehrere hundert Bauleute, Ingenieure und Spezialisten zeitgleich in allen Fördergebieten tätig sein.

Kosten: mehr als 170 Millionen Euro

Am Ende wird dann das größte zusammenhängende Glasfasernetz in ganz Sachsen-Anhalt entstehen. Kostenpunkt insgesamt: mehr als 170 Millionen Euro. Knapp die Hälfte übernimmt der Bund. Entsprechende Zuwendungsbescheide sind bereits im vergangenen Jahr durch den Verkehrsminister an die Gemeinden übergeben worden. Die Förderung durch die öffentliche Hand ist notwendig, um auch die sogenannten „weißen Flecken“ abzudecken, jene Gebiete, die bisher internettechnisch kaum erschlossen sind.

Die restlichen Kosten übernimmt die jeweilige Gemeinde. Wobei das durch die Pachteinnahmen des jeweiligen Netzbetreibers gedeckt werden soll. „Am Ende soll es für die Gemeinden ein Nullsummenspiel sein“, erklärt Holger Haupt. Als Bauträger fungiert die jeweilige Gemeinde. Der Landkreis übernimmt lediglich die Koordination.

Ende 2020 soll das Netz stehen

Nach der Fertigstellung gehört das jeweilige Glasfasernetz den Gemeinden und kann von ihnen an Konzessionsnehmer verpachtet werden. Bis Ende des Jahres 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und das Glasfasernetz betriebsbereit im Boden liegen. „Das ist absolut sportlich, aber möglich“, schätzt Holger Haupt ein.

Wie Landrat Hans Walker auf der Sitzung des Kreisausschusses am gestrigen Mittwoch betonte, sollen nach der Fertigstellung knapp 100.000 Einwohner, mehr als 5000 Unternehmen und alle öffentlichen Einrichtungen, insbesondere auch alle Schulen in den Fördergebieten den Zugang zum schnellsten und modernsten Breitbandnetz haben. „Die Datenautobahn der Zukunft braucht die Glasfasertechnologie“, betonte Hans Walker gestern ein weiteres Mal.