Weferlingen l Nach den Osterferien beginnt heute die vierte Schulwoche unter den schwierigen Bedingungen der Heimarbeit für die Schüler. Die Grundschule Weferlingen hat sich auf die veränderte Situation eingestellt. Und doch ist es nach wie vor „eine besondere Herausforderung für alle, mit dieser bislang unbekannten Situation umzugehen“, sagte Schulleiterin Sabine Nieber.

Die Schule sichert durch einen Dienstplan die Notbetreuung der Kinder ab. Die Schulleitung ist täglich vor Ort, das Sekretariat mit Ingeborg Wilke bleibt besetzt und bereit für die Beantwortung von Fragen der Eltern sowie für die Umsetzung und Weiterleitung der Informationen der übergeordneten Ämter. Täglich betreuen zwei bis drei Lehrerinnen und Lehrer die anwesenden Kinder. Täglich sind zwischen drei und sechs Kinder unterschiedlicher Klassenstufen vor Ort in der Schule, um betreut zu werden.

Stets auf dem Laufenden

Der Schulelternrat wird über Neues und Aktuelles aus der Grundschule stets auf dem Laufenden gehalten.

Kontakt zu den Schülern im Homeoffice wird über die Klassenlehrer aufrechterhalten. Es gibt für die tägliche Arbeit Aufgaben und Lernmaterialien für alle Kinder. Sie werden über soziale Medien bereitgestellt, können aber auch in der Schule abgeholt werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

„Die Kollegen der Grundschule sind über die sozialen Medien mit den Elternvertretern und Eltern in Kontakt“, sagt Sabine Nieber.

Kostenlose Nutzung

Von verschiedenen Lernplattformen können Aufgaben kostenlos von den Kindern genutzt werden, auch auf dem Landesbildungsserver werden Aufgaben für die Kinder bereitgestellt. Die Schule stellt den Kindern Aufgaben über ein schon zuvor angewendetes Programm. Die Hausaufgaben werden jeweils im voraus für die folgende Woche eingestellt. Bei Fragen und Problemen melden sich die Eltern bei den Klassenlehrern.

„Leider gibt es aber immer noch Schüler, für die die Arbeitsmaterialien bereitgestellt wurden, die jedoch weder abgeholt noch abgerufen worden sind“, weiß die Schulleiterin aus den Kontakten zu den Elternhäusern.

Dabei erledigen die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben zum größten Teil gern zu Hause. Wenn auch die Freunde fehlen, die sind viele froh, für die Schule lernen zu können.

Schwierige Situation

Die Eltern helfen ihnen dabei so gut wie möglich. „Die Situation ist aber insgesamt etwas schwierig, da die Erläuterungen der Lehrkräfte fehlen“, sagt Sabine Nieber aus den Erfahrungen der letzten Wochen heraus. Im Unterricht können Fragen gestellt und Lerninhalte so vertieft werden, dass sie jeder versteht. Daheim ist das nicht so einfach möglich.

Die Schüler schaffen die gestellten Aufgaben zeitmäßig gut und fragen entsprechend neue Aufgaben nach. Die Mehrheit bedauere aber, dass sie die Schule nicht besuchen können, da sie ihre Mitschüler und Freunde vermissen.

„Bei allen Schwierigkeiten sollten wir uns sicher immer vor Augen halten, dass in vielen anderen Branchen die Organisation der Abläufe und die Schadensbegrenzung noch viel komplizierter und komplexer sind“, sagt Sabine Nieber.