Silvester

Ein ruhiger Rutsch in das neue Jahr

Die Silvesternacht ist in Haldensleben ruhig verlaufen. Die Polizei hatte nur wenige Einsätze.

Von Von Theresa Schiffl

Haldensleben l Wegen der Corona-Pandemie konnte der Start in das neue Jahr dieses Mal nicht so ausgiebig gefeiert werden, wie sonst üblich. Treffen waren nur mit bis zu fünf Personen erlaubt und auch das Feiern in der Öffentlichkeit, Alkohol trinken und Versammlungen waren von 20 bis 8 Uhr nicht erlaubt. Wie haben die Haldensleber gefeiert?

Bis zum Abend waren nur ein paar wenige explodierende Böller zu hören. Auch die Polizei bestätigte gegen 21 Uhr, dass es bisher ein sehr ruhiger Silvesterabend sei. Gegen Mitternacht lockte das anstehende neue Jahr jedoch trotz der geltenden Regeln einige Menschen ins Freie.

„3, 2, 1 - Frohes Neues“, hörte man eine Gruppe von Frauen in der Bülstringer Straße freudig vor einem Haus rufen. Auch sonst waren in den kleinen Straßen mehrere Personengruppen zu sehen und der Himmel wurde, trotz des Verkaufsverbots von Raketen & Co., von bunten Lichtern erhellt. Zwar deutlich weniger, als gewöhnlich in der Silvesternacht, dennoch überraschte das auch einige Anwohner. „Woher die das alles nur haben? Ich konnte in vier Geschäften nicht einmal mehr ein Tischfeuerwerk für meine Tochter bekommen“, berichtet eine Haldensleberin.

Zu diesem Zeitpunkt mussten sich dann auch die Polizei zu einigen Einsätzen aufmachen. Auch am Marktplatz wurden vereinzelt Gruppen kontrolliert. Insgesamt hatten Polizisten nur 20 Einsätze im gesamten Landkreis, berichtete Polizeihauptkommissar Klaus Schmidt am Neujahrstag. „Eine so ruhige Silvesternacht hatten wir so bisher auch noch nicht“, so der Polizist.

Einige Sonderkräfte seien für die Einhaltung der Coronaregeln im Einsatz gewesen. „Es hat keine schlimmeren Vorkommnisse gegeben“, ergänzt er. Die meisten Menschen hätten sich wirklich noch einmal zusammen gerissen, lobt er. Es hätte auch keine größeren Menschenansammlungen gegeben, berichtet der Polizeihauptkommissar weiter.

Für die zwölf Mitarbeiter des Stadthofs gab es dieses Jahr ebenso nicht viel bei ihren Silvesterreinigungen aufzuräumen. Sie würden in zwei Schichtdiensten arbeiten, die jährliche wechseln, damit jeder einmal Silvester entspannt feiern könne, erörterte Einsatzleiter Steven Goedecke.

„Dieses Jahr wird es sehr wenig Müll sein. Die Leute haben sich gut an die Regeln gehalten“, so Goedeckes Einschätzung. Seine Sorge war am Neujahrsmorgen gegen 7 Uhr, dass die Temperaturen noch weiter sinken und die Silvesterreinigung wegen des Winterdienstes unterbrochen werden müsse. Ungefähr eineinhalb Stunden seien an diesem 1. Januar für die Reinigung der Haldensleber Straßen eingeplant, berichtete der Einsatzleiter.

Neben einer großen Kehrmaschine mit drei Transportern sei eine weitere kleine mit zwei Transportern im Einsatz. „Die Mitarbeiter mit den Transportern machen die größeren Müllteile wie Stöcke und Flaschen weg und dann kommen die Kehrmaschinen“, erklärt Goedecke. Besonders beschwerlich seien die Reinigungsarbeiten mit den Feuerwerksbatterien. „Die müssen unsere Mitarbeiter dann immer einzeln einsammeln“, so Goedecke. Am Neujahrstag werde nur der grobe Müll entfernt. Der restliche Kleinmüll werde während der Wochentour eingesammelt.