Eickendorf l „Aufgrund der Corona-Situation ist bei uns in Eickendorf nicht viel passiert. Unsere Veranstaltungen sind zum größten Teil ausgefallen. Aber wir haben es doch noch mit Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln geschafft, am 3. Oktober das Osterfeuer abzubrennen“, sagte Eickendorfs Ortsbürgermeister Udo Cherubim bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. Cherubim betonte, dass für das Beisammensein zum Abbrennen des Feuers extra ein Konzept erstellt wurde und dies bei der Stadt genehmigt war. „Gut ist es, dass der große Haufen endlich weg ist“, waren sich die Mitglieder des Ortschaftsrates einig.

Ein großes Dankeschön sagte der Ortschef im Namen seines Rates allen Eickendorfern, die geholfen hatten, die Bänke im Dorf, die beiden Schautafeln und die Schilder an den Dorfeingängen aus Richtung Kathendorf und Belsdorf zu streichen. „Es galt, dem Holz einen neuen Farbanstrich zu geben. Das hatten wir lange vor uns her geschoben. Aber nun haben wir es tatsächlich – auch mit Corona-Regeln – erfolgreich getan“, blickte Cherubim zufrieden zurück. Eigentlich nutzt der Ortschaftsrat immer den Neujahrsempfang im Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses, um sich bei allen engagierten Eickendorfern offiziell zu bedanken. „Wir wissen aber nicht, ob es diesmal einen Empfang geben kann“, sagte der Ortsbürgermeister.

In der Vergangenheit hatte es in Eickendorf viele kleine und große Arbeitseinsätze - auch mit der Unterstützung des Feuerwehrvereins – gegeben. Zu den Aktionen zählten die Dacherneuerung des Buswartehäuschens und die Herrichtung des Areals am Buswendeplatz und am Dorfteich. Unter anderem wurde auch mehrmals auf dem Friedhof geschuftet.

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Prioritätenliste

„Auf unserer Prioritätenliste standen die Fenster der Trauerhalle. Der Auftrag soll nun ausgelöst sein“, sagte Cherubim. Die Fenster sollen gestrichen und neu verkittet werden. Die Fensterfaschen aus Sandstein werden von außen dann verfugt. Und auch die Eingangstür der Trauerhalle soll einen neuen Anstrich bekommen.

Demnächst werde – nach den Ausführungen des Ortschefs – auch die Fläche des Bolzplatzes mit Erde aufgefüllt und der angrenzende Graben gesäubert.

Ohne die vielen aktiven und ehrenamtlich engagierten Menschen wäre das Dorfbild nicht das, was es heute ist. Es sei eine über viele Generationen hinaus gewachsene Gemeinschaft, die es auch in dieser schwierigen Zeit zu pflegen gilt. Cherubim verkündete, dass das Dorfgemeinschaftshaus bis zum 30. November für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Das sei im Besonderen für die Rentner bitter. Nach der ersten Welle der Corona-Pandemie konnten sich die älteren Herrschaften nur ein Mal treffen. „Und auch die geplante Weihnachtsfeier wird ausfallen. Ich habe mit dem Einheitsgemeinde-Bürgermeister Hans-Werner Kraul telefoniert. Wenn es nicht geht, dann ist das eben so“, sagte Christa Handge, die die Seniorennachmittage der Ortsgruppe der Volkssolidarität mit organisiert. Cherubim bedauerte dies, denn im Besonderen auf die Rentner des Ortes sei Verlass. Bei Arbeitseinsätzen ist die ältere Generation immer vertreten.

Nur Ortsratssitzungen dürfen wegen der wichtigen Anhörungen des Gremiums im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Dabei gilt es, nach einer halben Stunde zu lüften, Abstände einzuhalten und sich möglichst kurz in den Redebeiträgen zu halten.