Wegenstedt l Am Ortsrand der Gemeinde Wegenstedt im Landkreis Börde brennen seit Mittwoch sieben Strohdiemen. Die alarmierten Einsatzkräfte sahen die Rauchsäule bereits aus mehreren Kilometern Entfernung. Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand an mehreren Stellen gleichzeitig ausgebrochen und hat sich immer weiter ausgebreitet.

„Hier sind über 1200 Strohballen im Vollbrand. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Strohdiemen nahe aneinander liegen. Wir nehmen die Lage sehr ernst und sind bemüht, wenigstens einen Teil der Ernte zu retten. Es handelt sich um Einstreu und Futter für den Tierbestand der Bauern. Gerade nach dem trockenen Sommer sind Stroh und Heu sehr rar. Für die betroffenen Landwirte ist dies ein herber Verlust“, so Wehrleiter Andreas Wolter von der Feuerwehr Calvörde.

Über 20 Kameraden waren über Stunden damit beschäftigt, ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern und Landtechnik in Sicherheit zu bringen. Für die Nacht und den Donnerstag wurde eine Brandwache eingerichtet. „Wir lassen die betroffenen Strohdiemen kontrolliert abbrennen“, so Wolter.

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Nach seinen Angaben geht die Polizei von Brandstiftung aus. Verletzt wurde niemand. Die Familie des betroffenen Landwirts sieht sich nach dem Brand in der Existenz bedroht. Lutz Fauter: „Erst kam die Dürre. Ein Teil unserer Ernte ist dadurch ausgefallen. Und nun ist der ganze Wintervorrat für die Versorgung der Mutterkühe in Flammen aufgegangen.“