Calvörde l Sich einmal wie ein Held zu fühlen, der in Windeseile zu einem Einsatz muss - das durften die zahlreichen kleinen Besucher erfahren. Denn für sie bestand am Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses die Möglichkeit, im großen Löschfahrzeug zu sitzen oder auf einer Feuerwehrleiter in die Höhe zu klettern.

Vor allem für den Nachwuchs wurde noch mehr geboten: Die Frauen und Männer der Feuerwehr bauten aus Steckleiterteilen, einer Abschleppstange, Spanngurten, Bindestricken und Arbeitsleinen eine Schaukel. Klar, dass diese Schaukelei der absolute Renner war.

Feuerwehrmann Sam als Vorbild

„Ich schaue gern die Filme von Sam, dem mutigen Feuerwehrmann“, verriet der fünfjährige Matti Reibiger, der mit seinem dreijährigen Bruder Julian den Wasserstrahl aus der Kübelspritze auf ein kleines Holzhaus hielt. Vater Thomas Reibiger und Oma Doris gaben Anweisungen, während Opa Joachim Reibiger mit aller Kraft pumpte.

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Aber auch Basteln und Geschicklichkeitsspiele standen hoch im Kurs. Zu bestaunen gab es das Tanklöschfahrzeug, das Truppfahrzeug für Hilfeleistung, den Einsatzleitwagen und den Kommandowagen von Andreas Wolter, der nicht nur der Leiter der Calvörder Ortsfeuerwehr, sondern auch Gemeindewehrleiter in der Verbandsgemeinde Flechtingen ist. Auch der Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz war zu besichtigen.

„Unser alter W 50, der als Schlauchwagen dient, wird aber bald – in drei oder vier Monaten – ausgesondert. Dann wird es einen neuen Schlauchwagen geben“, blickte Wolter voraus und zeigte auf die Container, in denen die Schläuche aufbewahrt werden.

Nachwuchs wird immer gebraucht

24 aktive Leute hat die Ortsfeuerwehr. Dazu kommen noch die Frauen und Männer der Alters- und Ehrenabteilung sowie Kinder und Jugendlichen. „Nachwuchs brauchen wir immer“, betonte der Wehrleiter.

Über 80 Mitglieder hat der Feuerwehrverein 1863. Die „Firelions“ mögen es heiß. Zum Abschluss des Sommers machten die Männer nämlich die Kohle im Grill heiß. Essenstechnisch stehen bei den Feuerwehrfesten Grillwürste im Mittelpunkt. Die Feuerlöwen übernahmen dafür die Regie.

Zahlreiche Feuerwehrfrauen, passive Mitglieder, aber auch Damen aus der Bevölkerung hatten Kuchen und Torten für ein reichhaltiges Büfett gebacken.