Hohe Börde l „Wir haben sogar noch Dinge geschafft, die wir gar nicht auf dem Plan hatten“, freute sich Erzieherin Sabine Porzell am Sonnabendmittag in der Nordgermersleber Kindertagesstätte „Thiespatzen“. Um sie herum wirbelten zahlreiche Eltern und Erzieherinnen und zauberten mit fleißigem Einsatz Frühlingsfrische in die Kita. Da wurden Holzgeräte gestrichen, die Spielgeräte und der Zaun abgekärchert, Blumenbeete vom Unkraut befreit, der Barfußweg überholt und viele andere Kleinigkeiten erledigt.

Dass das gesteckte Arbeitspensum innerhalb des Vormittags vollumfänglich erledigt werden kann, hatte auch Ortsbürgermeister Ulrich Schardt auf dem Hopfenhof in Groß Santersleben nicht zu glauben gewagt. Der Hof sollte für die „Tour de Börde“, die am 9. Juni hier ihr Ziel haben wird, vorbereitet werden. Neben der Schaffung eines ordentlichen Fahrradparkplatzes für die Tourteilnehmer und der Pflege der Hopfenpflanzen an der Hopfenscheune hatten sich die 18 freiwilligen Helfer der örtlichen Vereine die Regenentwässerung auf dem Gelände vorgenommen. Dank fleißiger Hände und Technik konnten alle Rohre verlegt und angeschlossen werden. Zudem wurde die Teichanlage auf dem benachbarten Lindenplatz gereinigt und in „Sommerbetrieb versetzt“.

Familiärer Einsatz

Einen neuen Anstrich konnte die Bushaltestelle gebrauchen, fanden die Mitglieder des Fördervereins der Kita in Ochtmersleben. Beim familiären Einsatz hatten die Großen ebenso viel Spaß wie die Kleinen. Gleich nebenan kamen auch die Heimatstube und das Umfeld in den Genuss eines Frühjahrsputzes. Es wurde gewienert und gerückt, so dass es nun nicht zuletzt auch in der Heimatstube wieder einige Veränderungen zu entdecken gibt.

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Veränderung stand auch im Eichenbarleber Schlosspark an. Nachdem die vergangenen beiden Stürme eine Eiche und eine Linde zu Fall gebracht haben, kümmerten sich die Freiwilligen hier auf einer zuvor mit Mutterboden aufgefüllten Fläche um die Ersatzpflanzung zweier Bäume der gleichen Art.

Feste Größe im Dorfleben

Doch diese fünf Beispiele waren nur ein kleiner Auszug aller Aktionen zum fünften Freiwilligentag in der Gemeinde Hohe Börde, der diesmal erstmals im Frühjahr stattfand. Nach Information aus der Gemeinde waren insgesamt etwa 400 Freiwillige an den Aktionen beteiligt. Sie ließen sich vom Aufruf des Freiwilligennetzwerks „Engagierte Hohe Börde“ und der Gemeinde locken. Angestoßen von den Freiwilligenagenturen des Landes hat sich der Freiwilligentag in der Hohen Börde in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Dorfleben gemausert.

So wurden auch diesmal wieder gemeinsam Sandkästen in Kindereinrichtungen gefüllt, Beete angelegt, Heimstätten von Vereinen in Schuss gebracht sowie Ordnung auf Friedhöfen, in Schwimmbädern, Kirchen oder Kleingärten geschafft.

Über die gute Resonanz freute sich Bürgermeisterin Steffi Trittel: „So viele Aktionen wie beim diesjährigen Freiwilligentag hat es bei uns noch nie gegeben.“ Ihr Dank gilt allen Organisatoren und Mitwirkenden. Dieses Engagement zeige, wie verwurzelt die Vereine und Bürger in ihrer Heimat sind.