Haldensleben l Worum geht es bei einem Fußballturnier? Wer die meisten Tore schießt, gewinnt. Dass Sport jungen Menschen nicht nur vermittelt, dass es sich lohnt, sich anzustrengen, beweisen die Mitglieder der „Regionalgruppe Haldensleben“ regelmäßig. Initiiert durch die Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ haben sich in dieser Gruppe neben den Schulsozialarbeitern ganz verschiedene Akteure zusammengeschlossen, die in der Stadt um die Förderung der Jugend bemüht sind.

Regelmäßige Fußballturniere, die die Gruppe in der Sporthalle an der Haldensleber Zollstraße organisiert, zeigen, dass es beim Sport noch um so viel mehr geht als die Punktejagd. Fairness und Toleranz gegenüber den anderen Spielern, Hilfsbereitschaft, Teamgeist – das sind nur einige der Fertigkeiten, die die Akteure mit ihren Veranstaltungen schulen möchten. Zweimal im Jahr, im Herbst und im Frühling, veranstalten sie das Fußballturnier für Toleranz und Fairness.

2015 gab es den Auftakt

2015 gab es den Auftakt zu diesen Sportveranstaltungen. Die Idee hatte damals ein Schüler, der auch den Integrationsgedanken im Hinterkopf hatte. Die jungen Leute wünschten sich ein Turnier, bei dem sie selbst, aber auch junge Flüchtlinge ihren Sportsgeist beweisen können. So trat beim jüngsten Turnier neben Teams der Sekundarschule „Marie Gerike“, der Berufsbildenden Schulen, der Evangelischen Sekundarschule, der Pestalozzi-Schule und dem Professor-Friedrich-Förster-Gymnasium auch eine Mannschaft aus der Wohngruppe des Paritätischen für minderjährige Flüchtlinge an.

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Der Gedanke, der hinter dem Turnier steht, wurde dabei gelebt. Zwar wurde im sportlichen Sinne gegeneinander gekämpft und jedes Team wollte der Sieger sein. Am Ende zollten die Gegner einander aber auch Respekt für die erbrachten Leistungen und kamen bei einem Mittagssnack miteinander ins Gespräch. So konnten neben dem Siegerpokal für die beste Mannschaft – das Team der Evangelischen Sekundarschule – auch Pokale für den fairsten Spieler, Marius Matusek (Sekundarschule Marie Gerike), den besten Spieler, Mohammed Sopinnski (Pestalozzi-Schule), den besten Torhüter, Maximilian Krone (Pestalozzi-Schule), und den Torschützenkönig, Jan Röpke (Evangelische Sekundarschule), vergeben werden.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es das Turnier nicht nur für die älteren Schüler der Oberstufen, sondern auch für Grundschüler. Und so nahmen in diesem Jahr auch die Haldensleber Erich-Kästner-Grundschule, die Grundschule „Gebrüder Alstein“, die Otto-Boye-Grundschule, Grundschüler der Pestalozzi-Schule und Kinder aus den Grundschulen Samswegen und Rätzlingen an der Veranstaltung in Haldensleben teil.

Auch die Jüngsten verhielten sich sportlich und fair und so konnten neben der besten Mannschaft von der Alstein-Grundschule auch bei ihnen der beste Torwart, Finn Blatz (Kästner-Schule), der beste Torschütze, Tim Franke (GS Rätzlingen), der beste Spieler, Valentin Hamann (GS Samswegen) und der fairste Spieler, Hugo Besdiak (Boye-Schule), ausgezeichnet werden. Die Stadt Haldensleben trug den Fairness-Gedanken der Turniere gerne mit und stellte die Sporthalle an der Zollstraße kostenlos zur Verfügung. Dezernentin Andrea Schulz eröffnete die Veranstaltungen.