Weferlingen l Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Weferlingen gehört seit einigen Jahren zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, und das sehr aktiv und erfolgreich. Im Zuge dieses Titels sind es alljährlich die Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die sich in einem Projekt dieses Themas annehmen und ihren Standpunkt dadurch deutlich machen.

Das Ergebnis der Projektarbeit dieses Jahres wurde am Freitag, 28. September, auf dem Schulhof des C-Gebäudes vor Mitschülern, Lehrern, Helfern und Gästen enthüllt und eingeweiht.

Projekt zu "Schule ohne Rassismus"

Schulleiter Thomas Grießbach lobte den Jahrgang, der von der Idee bis zur Umsetzung eigenständig, demokratisch und engagiert gearbeitet hätte.

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„Die Ereignisse von Chemnitz und Köthen zeigen die Aktualität, die Dringlichkeit, im Bemühen um ein friedliches Miteinander nicht nachzulassen“, meinte der Schulleiter. Die Schüler stünden hinter ihrem Projekt, stehen gegen die, die gegen die Gesellschaft sind, die ausgrenzen und nicht helfen wollen.

Symbol für friedliches Miteinander

Das Ländergitter ist nach dem Weltenbaum, der Religionenblume, der Face-Face-Show und einer digitalen Präsentation im vergangenen Jahr das 5. Projekt des Stein-Gymnasiums, das in die Tat umgesetzt wurde. Das Ländergitter soll zeigen, dass alle Nationen und Länder dieser Welt verbunden sind, auch wenn nicht alle Flaggen von Ländern der Erde sichtbar Platz gefunden hatten. Die Schlösser an den Gittern und die Flaggen an den Pfosten symbolisieren diese Verbundenheit in einem von den Gymnasiasten gut durchdachten Kunstwerk.

Der Dank der Schüler, die zur Eröffnungszeremonie das Ländergitter von der Ideenfindung bis zum Aufbau am C-Gebäude Revue passieren ließen, bedankten sich bei allen, die mitgeholfen hatten, angefangen von den Lehrern, Mitschülern über Sponsoren und Eltern.

Dank an Unterstützer

Hans-Werner Kraul, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, hatte die Einladung der Schüler zur Enthüllung des Ländergitters gern angenommen. Er komme immer wieder gern an die Schule zurück, die immerhin 31 Jahre seines Lebens Wirkungsstätte als Lehrer gewesen sei. Er zeigte sich beeindruckt von der Idee und der gelungenen Umsetzung.

„Zusammenleben geht nur in einem friedlichen Miteinander, unabhängig von Hautfarbe und Religion. Nur so gelingt es uns, die Welt zu erhalten und zu verbessern“, sagte der Einheitsgemeindebürgermeister. Für die gelungene Umsetzung dieser Gedanken dankte er auch im Namen der Verwaltung der Einheitsgemeinde den Gymnasiasten und überreichte einen „Knisterumschlag“ als Anerkennung.

Thomas Grießbach ist überzeugt, dass zu den ersten Schlössern am Gitter bald noch einige Liebesschlösser hinzukommen würden, doch das sei in Ordnung. Schließlich geht es bei Toleranz und Achtung auch um Liebe.