Döhren l 2019 kann Döhren - wie auch die Nachbarorte – mit schnellem Internet rechnen. Diese Botschaft jedenfalls brachte Hans-Werner Kraul (CDU), Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen, mit in die Sitzung des Ortschaftsrats. Ortsbürgermeisterin Jacqueline Hinze (WG Döhren) hatte ihn eingeladen. Das Territorium der Einheitsgemeinde sei in neun Cluster eingeteilt, so Hans-Werner Kraul. Während in Rätzlingen noch in diesem Jahr damit gerechnet werden kann, dass die Breitbandversorgung funktioniert, könnten die Döhrener 2019 damit rechnen. Der Ort gehört zum Cluster 5, in diesem Arbeitsabschnitt sind Orte nördlich von Weferlingen erfasst. Das Unternehmen, das den Zuschlag für den Bau erhalten hat, will mit mindestens sechs und höchstens zehn Baukolonnen gleichzeitig in den verschiedenen Orten arbeiten, hieß es. So könnte 2020 die Erschließung der Einheitsgemeinde abgeschlossen sein.

Mit einem Ersatz für das gesperrte Dorfgemeinschaftshaus allerdings soll es in Döhren länger dauern. Wegen baulicher Schäden kann das Dorfgemeinschaftshaus seit Ende 2015 nicht mehr genutzt werden. Seitdem hoffen die Einwohner auf eine Lösung. Im Ortschaftsrat wurde das mehrfach angesprochen.

Wunsch nach Versammlungsraum

Die Freiwillige Feuerwehr hatte sich Anfang Juni schriftlich an das Verwaltungsamt gewandt, da im Ort nicht nur Räumlichkeiten für Veranstaltungen fehlen. Die Feuerwehrleute haben lediglich ein Haus, in dem das Einsatzfahrzeug steht und die Einsatzbekleidung hängt, sanitäre Einrichtungen fehlen ebenso wie ein Schulungsraum. Hans-Werner Kraul stellte dem Ortschaftsrat ein Schreiben vor, das wohl zeitgleich an die Feuerwehr gegangen war. Die örtlichen Bedingungen seien bekannt, so Kraul. Nach Beratung über drei verschiedene Varianten für einen Ersatz für das Dorfgemeinschaftshaus sei die Entscheidung für einen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus gefallen. Damit würde das Feuerwehrhaus auch endlich sanitäre Einrichtungen erhalten.

Außerdem soll ein Versammlungsraum geschaffen werden, der multifunktionell genutzt werden kann. Doch die Einheitsgemeinde befinde sich in der Haushaltskonsolidierung. Und für 2019 sei Döhren nicht auf der Prioritätenliste. Döhren sei mit Planungskosten für dieses Bauvorhaben im Jahr 2020 eingestellt, mit dem Bau im Jahr 2021. Geklärt werden müsste, wie angesprochene Probleme wie fehlende Notbeleuchtung und Stolperstellen im Feuerwehrhaus zeitnah gelöst werden können. Ortsbürgermeisterin Jacqueline Hinze sprach an, dass die Feuerwehrleute doch zumindest die Möglichkeit erhalten sollten, sich die Hände zu waschen. Die Döhrener Feuerwehrleute könnten, solange im Ort keine Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, für Ausbildung und Schulung Räumlichkeiten im Feuerwehrhaus in Weferlingen oder im Dorfgemeinschaftshaus Seggerde nutzen, zitierte Kraul das Antwortschreiben. Für Veranstaltungen oder private Feiern könnte der Versammlungsraum im Feuerwehrhaus und das Haus der Generationen und Vereine in Weferlingen genutzt werden.

Alexander Kurtz aus dem Ortschaftsrat wollte wissen, ob nicht ein Grundstücksverkauf dazu beitragen könnte, dass die Mittel für den Anbau an das Feuerwehrhaus eher zur Verfügung stehen. Er dachte dabei zum Beispiel an den kleinen Park an der Landesstraße. Er werde den Vorschlag mitnehmen, versicherte Hans-Werner Kraul, doch bei einer vorgesehenen Bausumme von 250 000 Euro würde der Verkauf eines kleinen Grundstücks kaum ins Gewicht fallen. Bei Grundstücksverkäufen werde die Hälfte des Erlöses für den Ort selbst verwendet, die andere Hälfte fließe in den Haushalt der Einheitsgemeinde insgesamt.