Haldensleben l Der Verein KulturHeimat ist geschrumpft, 33 der bisher 147 Mitglieder werden den Verein verlassen, und zwar die Interessengemeinschaft der Natur- und Heimatfreunde Walbeck, so berichtete der wiedergewählte Vereinsvorsitzende Fritz Bruhnke in der Jahreshauptversammlung und würdigte die langjährig aktive und anerkannte Ortsgruppe unter der Leitung von Jutta und Dietmar Pätz.

Eine insgesamt gute Bilanz für 2017 für den Verein konnte Fritz Bruhnke dennoch ziehen. Dafür führte er die Sportgruppe der Seniorinnen in der Ortsgruppe Althaldensleben um Elsbeth Mattuczack und Heidemarie Plescher ebenso an wie die vier Mitglieder des Freundeskreises Kammermusik in der Kulturfabrik, die einmal in der Woche gemeinsam spielen.

Jüngstes "Kind" ist Eine-Welt-Chor

Im drei Jahre alten Eine-Welt-Chor singen Migranten und Einheimische gemeinsam. 14 Chorsängerinnen und -sänger sind auch Vereinsmitglieder geworden. Der Chor unter der Leitung von Olaf Johanson veranstaltete den Haldensleber Singespaß und beteiligte sich am Altstadtfest mit einem Stand.

Seit 1967 besteht die Künstlergilde, verwies Fritz Bruhnke auf einen besonders geschichtsträchtigen Kreis unter der Leitung von Barbara Hoeft und Jochen P. Heite. Die zwölf Mitglieder treffen sich alle 14 Tage in der Kulturfabrik zum Erfahrungsaustausch. Zum Ende des Jahres ist hier wieder eine Jahresausstellung geplant.

Künstlergilde gibt es seit 1967

Viele Termine haben auch die Literaturfreunde auf dem Jahreskalender, diesem Freundeskreis gehört Fritz Bruhnke an. Er zählte Buchlesungen ebenso auf wie den alljährlichen Kreisentscheid im bundesweiten Vorlesewettbewerb.

Die Arbeitsgemeinschaft der Ortschronisten Althaldensleben arbeitet beständig daran, die historische Entwicklung ihres Ortes zu dokumentieren. Jüngster Beweis dafür sei die Broschüre „Meilensteine in der Geschichte von Althaldensleben“. Viel Lob hatte der Vereinsvorsitzende auch für die Rosenfreunde. Sie organisieren monatliche öffentliche Veranstaltungen und alljährlich die Tage der offenen Gärten.

Erfolgsgeschichte schrieben die Mimen des Turmtheaters. Sie können auf sieben ausverkaufte Vorstellungen der Komödie „Nonnenpoker“ im vergangenen Jahr verweisen.

Medienprojekte für Jugendliche

Viel Aufmerksamkeit widmete Fritz Bruhnke den Medienprojekten für Jugendliche, um die sich Vereinsschatzmeister Michael Reiser gekümmert hatte. „Treffpunkt Lieblingsort Haldensleben“ hieß es 2017 bei einem Projekt, das Schüler und Althaldensleber Ortschronisten zusammengeführt hatte. In diesem Jahr entsteht in Kooperation mit dem Verein Stendaler Fernsehen – Offener Kanal ein Film mit dem Titel „Auf den Spuren unserer Zeit“.

Vereinsschatzmeister Michael Reiser erläuterte nicht nur die Vereinsfinanzen, sondern machte auch deutlich, dass die KulturHeimat über das breite Spektrum der zahlreichen Ortsgruppen, Interessengemeinschaften und Freundeskreise hinaus auch auf andere Weise zur kulturellen Vielfalt in der Kreisstadt beitrug. So habe der Verein beispielsweise die finanzielle Verantwortung für zwei Fabrikkino-Veranstaltungen sowie für Lesungen beziehungsweise Vorträge übernommen.

Lesung mit Andrea Sawatzki geplant

Gemeistert wurde dabei auch der Abend mit Johann von Bülow im Rahmen der Stadtliteraturtage. Für dieses Jahr wird – ebenfalls im Rahmen der Stadtliteraturtage – eine Lesung von Andrea Sawatzki geplant. Angestrebt wird auch die Förderung für eine Schüler-Fotogruppe, die das Projekt aus dem Vorjahr fortsetzen soll.

Die Vereinsmitglieder wählten einen neuen Vorstand für die nächsten Jahre. Man habe Fritz Bruhnke, der eigentlich aufhören wollte, überzeugt, noch eine Wahlperiode weiterzumachen, erläuterte Michael Reiser. So ist Fritz Bruhnke der alte und neue Vereinsvorsitzende, als erster Stellvertreter und Schatzmeister wird Michael Reiser weiterarbeiten, Rolf Koppenhöfer als zweiter Stellvertreter.

Neu gehören Renate Schmidt und Verena Wicke-Scheil dem Vorstand an. Sie rücken für Marianne Rogowski und Christine Otto nach, die ein großes Dankeschön für ihr Engagement erhielten. Wiedergewählt als Rechnungsprüfer wurden Martina Wiemers und Gerhild Sperling.