Haldensleben l Danke für die Musik – „Thank you for the music“. Es hätte wohl keinen besseren Titel geben können, um das Festkonzert zum 40-jährigen Bestehen der Kreismusikschule zu eröffnen, als diesen ABBA-Klassiker aus dem Jahr 1977. In einem zweistündigen Konzert in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula an der Maschenpromenade wurde dem Publikum beeindruckend die gesamte Bandbreite der Schule präsentiert. Alle Instrumente, die an der Kreismusikschule unterrichtet werden, hatten ihren großen Auftritt – vom Akkordeon über Klavier und Blockflöte bis hin zum Schlagzeug. Lediglich die Blechbläser konnten nicht teilnehmen, da sie andere Verpflichtungen hatten.

In seiner Festrede lobte Landrat Martin Stichnoth (CDU) die Arbeit der Musikschule. Er betonte, dass die Geschichte des Hauses unabdingbar mit Armin Hartwig verbunden sei. Seit 1980 lehrt er an der Schule und ist damit seit 38 Jahren fester Bestandteil der Einrichtung, seit 35 Jahren hat er als Leiter sogar die Verantwortung inne. „Keiner hat die Musikschule so geprägt wie er“, sagte Stichnoth. Die Musikschule würde einen „hochwertigen sozialen Beitrag“ für die Gesellschaft bieten. Er werde in seiner Amtszeit als Landrat alles dafür tun, dass beide Musikschulen im Landkreis erhalten bleiben.

Lehrer und Eltern geben Maximum

Beeindruckende Zahlen lieferte Christian Reineke. Der Geschäftsführer vom Landesverband deutscher Musikschulen hatte nachgezählt: 23 Schüler der Kreismusischule hatten in diesem Jahr am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen, davon haben 22 beim Regionalausscheid einen ersten Platz belegt, 5 siegten beim Landeswettbewerb und sogar auf Bundesebene sprang ein erster Platz heraus. Im Jahr 2017 hat die Schule 236 Konzerte mit fast 2000 Teilnehmern und rund 18.000 Besuchern gegeben. „Diese Erfolge fallen nicht vom Himmel“, so Reineke. Dafür sei das starke Engagement der Lehrer und der Eltern, die immer das Maximum geben würden, verantwortlich.

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Den musikalischen Schlusspunkt nach 15 Auftritten setzte dann das Schulorchester, das nach dem Ungarischen Tanz mit der „Berliner Luft“ die Aula zum Mitklatschen und zu Standing Ovations brachte.

Aber das Festkonzert war nur ein Teil der Feierlichkeiten. Schon am Vormittag war die Aula knackevoll, als sich beim Podium der Jüngsten die jüngsten Nachwuchstalente der Kreismusikschule vorstellten. Außerdem traten auf dem Schulhof noch die Percussiongruppe der Alstein-Grundschule und die Schülerband „Black Currant“ auf. Zum Abschluss am späten Nachmittag sorgte die Band „Celtic Chaos“, besetzt aus ehemaligen Schülern und Lehrern der Kreismusikschule, für Feierstimmung.