Eimersleben l Die Gunst der Stunde haben die Ingersleber beim Schopfe gepackt und am gestrigen Donnerstag mit einer gründlichen Sanierung der Eimersleber Kindertagesstätte Teichwichtel begonnen.

„Wir haben uns im Rat darauf verständigt, dieses Jahr zu nutzen, um unseren Kindergarten auf Vordermann zu bringen“, sagt Ingerslebens Bürgermeister Thomas Crackau. Die Haushaltsmittel für eine Renovierung dieses Jahr seien entsprechend eingeplant, der Gemeinderat spricht eine Sprache, wenn es darum geht, die Infrastruktur in der Gemeinde Ingersleben zu erhalten und zu verbessern.

Nun müssen Kinder und Erzieher aufgrund der Corona-Präventionsmaßnahmen zu Hause bleiben. Die betreuungsfreie Zeit bietet die Chance, nicht nur die für den Sommer ohnehin geplante, malermäßige Instandsetzung durchzuführen, sondern das Haus gleich grundhaft zu sanieren, berichtet der Bürgermeister. Anfang vergangener Woche hat er sich verschiedene Angebote für die Maler-, Tischler- und Elektroarbeiten eingeholt.

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Abrissarbeiten erledigt

Am Donnerstag begannen nun die Gemeindearbeiter Heiner Chrobok und Ives Kuthe mit den Abrissarbeiten. Holzvertäfelungen, Fußbödenbeläge und die Türen wurden herausgerissen, um Platz für Neues zu schaffen. Das Haus der „Teichwichtel“ wird seit 70 Jahren schon als Kindergarten genutzt, wissen Einheimische zu berichten. Immer mal wieder wurden Verbesserungen oder Verschönerungen vorgenommen, doch der Zahn der Zeit liegt unter der Oberfläche, zeigt Bürgermeister Thomas Crackau auf ein paar Feuchteschäden.

„Wir konnten alles Firmen aus der Region binden, die uns bei den Facharbeiten zur Seite stehen“, sagt Thomas Crackau, dem seine Erfahrungen mit dem Bau bei der Planung und Durchführung zugute kommen. Von der Tischlerei Heiko Schulz aus Wormsdorf kommt Mathias Göllner. Er ist dabei, den Türen ein neues einheitliches Aussehen zu verpassen. Dazu gehört auch das Einziehen von Sicherheitsglas in die neuen Türen, so dass in den fensterlosen Flur mehr Licht hineinfällt.

„Die im Zuge der jährlichen Fachamts-Kontrollen aufgenommenen Hinweise werden wir im Zuge der Arbeiten gleich mit abarbeiten“, sagt der Bürgermeister. Auch das Abhängen der hohen Decken ist ihm ein Anliegen, um die Raumakustik zu verbessern. Im Zuge der Sanierung werden die Räumlichkeiten nach den Wünschen der Erzieher ein wenig verlegt. Aus dem bisherigen Schlafraum wird ein Gruppenraum, dafür rückt der Schlafraum hinter die Garderobe. So können die Mädchen un Jungen altersgemischt besser betreut und umsorgt werden. Innerhalb weniger Stunden erinnern nur noch ein paar kleine Stühle und Garderoben an die Kindertagesstätte - statt Kinderlachen ist in den kommenden Wochen mit Baulärm und -staub zu rechnen, doch dafür ist hinterher alles neu. Darauf freuen sich schon alle Bewohner des Hauses. Für die abschließenden Malerarbeiten kommt das Opteam aus Wolmirstedt nach Eimersleben.

Seinen Gemeinderat weiß der Bürgermeister hinter sich, wenn es darum geht, das dörfliche Leben in den vier Orten der Gemeinde zu erhalten und auszubauen, ohne überzogene Investitionen zu tätigen. Kindergärten, Feuerwehren und Dorfgemeinschaftshäuser gehören zum dörflichen Leben einfach dazu. So werden auch die Mehrkosten durch die Sanierung aufgefangen werden können, zeigt sich Thomas Crackau optimistisch. Der Erhalt ihrer Einrichtungen sei allen Gemeinderäten ein wichtiges Anliegen. Nach den „Allerspatzen“ in Alleringersleben vergangenes Jahr kann sich damit auch Eimersleben in ein paar Wochen auf eine modernisierte Einrichtung für die jüngsten Einwohner der Gemeinde freuen.