Neuenhofe l Am 13. Januar 2017 endet die Amtszeit von Hartmut Jahn als Bürgermeister. Sechs Jahre war der 63-jährige Neuenhofer Bürgermeister seines Heimatdorfes, nach der Gebietsreform weitere sieben Jahre Bürgermeister der Gemeinde Westheide.

Auch für die Bürgermeisterwahl am 4. September trat Jahn wieder an. Doch eine schwere Krankheit zwang ihn, seine Kandidatur zurückzuziehen. Hans Hirche (CDU) aus Hillersleben sprang in die Bresche, kandidierte und wurde zum neuen Bürgermeister gewählt. Er wird sein Amt am 14. Januar offiziell antreten.

Viele Wochen war Hartmut Jahn ans Krankenbett gefesselt. Doch jetzt ließ es seine Gesundheit wieder zu, zum letzten Mal eine Ratssitzung zu leiten. „Es ist an der Zeit, Danke zu sagen. Ich habe gern mit diesem Gemeinderat zusammengearbeitet. Wir haben auch bei schwierigen Beschlusslagen immer einen Weg gefunden. Ich musste auch Kritik einstecken und habe sie angenommen“, nahm Hartmut Jahn nach Abarbeiten der offiziellen Tagesordnung das Wort.

Rede von Stahlknecht

Ein dickes Dankeschön richtete er zunächst an seine beiden Stellvertreter Sabine Heeger und Lorenz Czesch, die während seiner krankheitsbedingten Abwesenheit in die Bresche sprangen und die Geschäfte der Gemeinde weiterführten. Unterstützung bekamen sie dabei vom designierten Bürgermeister Hans Hirche. Dankesworte gingen insbesondere an Ratsfrau Jutta Kronig, an Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette und an Manuela Böttcher vom Verwaltungsamt. „Wir haben es gemeinsam geschafft, aus vier Dörfern eines zu machen, sind aber noch nicht fertig“, gab Jahn seinem Nachfolger Hans Hirche mit auf den Weg. „Außerdem habe ich noch einen Wunsch, der mir trotz intensiver Bemühungen noch nicht erfüllt werden konnte. Das ist die Nutzung des Butterwinkels“, beendete Hartmut Jahn seine letzte Rede im Gemeinderat.

Herzliche Dankesworte gab es dann auch an ihn selbst. Zuerst ergriff Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) das Wort, der direkt aus der Landtagssitzung nach Neuenhofe gekommen war. „Du hast mit deiner ausgleichenden Art die Sprache der Menschen gesprochen und das Bürgermeisteramt regelrecht gelebt“, sagte Stahlknecht, der betonte, dass Hartmut Jahn die richtige Entscheidung getroffen hat. „Die Gesundheit ist endlich.“

Zum Abschied überreichte der Gemeinderat seinem scheidenden Bürgermeister eine Erinnerungsplakette und als Geschenk ein Tablet. Im Anschreiben dazu hieß es. „Wir sagen Danke für die sachliche Leitung vieler Ratssitzungen, für kompetente Zusammenarbeit mit der Verwaltung, für effektiven und sparsamen Umgang mit den Finanzen, für die zielgerichtete Lösung von Problemen, für ruhige Schlichtung bei Meinungsverschiedenheiten, für das offene Ohr an der richtigen Stelle und für unzählige Stunden im Gespräch mit Bürgern der Westheide.“