Flechtingen l „Wir haben im letzten Jahr den Bestand der Grundschule Beendorf bis 2018/19 beschlossen. Wir haben uns damals von dem Aspekt leiten lassen, dass wir den Stark-III-Antrag für Fördermittel für die Grundschulbereich Süd einreichen“, verkündete Mathias Weiß (parteilos), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Flechtingen, bei der Zusammenkunft des Sozialausschusses, der am Dienstagabend in Flechtingen tagte.

Schon lange bevor über den Ersatzneubau in Erxleben gesprochen wurde, sah die ursprüngliche Planung und Entscheidung des Verbandsgemeinderates eine Zusammenlegung der Schulen Beendorf und Bregenstedt in Bregenstedt vor.

Keine Klarheit über Fördermittel

„Aber schon vor meiner Zeit – als Verbandsgemeinde-Bürgermeister – wurde wieder Abstand davon genommen. Schon damals war noch nicht absehbar, ob und wann es Fördermittel gibt. Wir sind jetzt ein Jahr weiter“, erklärte Weiß. Der Verbandsgemeinderat Flechtingen hatte sich im Herbst 2016 mehrheitlich für einen Neubau der Grundschule Süd in Erxleben entschieden.

Das Schulgebäude soll mit Mitteln aus dem Stark-III-Programm gebaut werden. „Der Förderantrag für den Ersatzneubau in Erxleben läuft immer noch“ erklärte Weiß und berichtete, dass er nun die Information erhalten habe, dass die Antragbearbeitung für das Stark-III-Programm noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Die dritte Antragsrunde, die eigentlich zum 30. Juni enden sollte, wurde auf den 9. Februar 2018 verschoben.

Planungssicherheit gefordert

„Das bedeutet, dass wir wohl bis zum 30. Juni noch keine Informationen über unseren Antrag bekommen werden. Was wir aber brauchen, ist die Planungssicherheit für die Mitarbeiter, die dort tätig sind und für die Eltern, die ihre Kinder beschulen wollen“, beschrieb der Bürgermeister. „Die Schule in Beendorf soll deshalb ein weiteres Schuljahr offen gehalten werden. Laut der Planung soll es zu diesem Zeitpunkt 66 Schüler geben. Damit liegen wir noch knapp über der Mindestzahl von 60 Schülern.“

Christine Crakau (CDU) wollte es genau wissen: „Der Antrag läuft noch. Wir kennen das Ergebnis nicht. Ich finde, dass ein Jahr Verlängerung ziemlich kurz ist.“ Weiß gestand, dass es Überlegungen gab, gleich für zwei Jahre zu verlängern.

Verbandsgemeinderat tagt am 13. Juni

Er erklärte: „Wir müssen jedes Jahr erneut prüfen, ob die Voraussetzungen für die Beantragung des Fortbestandes noch gegeben sind. Angenommen wir erhalten in diesem Jahr den Bescheid, dann können wir auch anfangen. Dann sollte es nach den Hochrechnungen auch terminlich passen. Wenn wir feststellen, dass es nicht funktioniert, müssen wir neu überlegen“, erklärte Weiß.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, die Verlängerung des Schulbestandes dem Verbandsgemeinderat, der am 13. Juni tagt, zu empfehlen.