B 71

Landesverkehrsminister Thomas Webel möchte Wedringer Umgehungsstraße Ende August gern selbst freigeben

Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Ortsumfahrung B71n Wedringen hat sich Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) vor Ort informiert. Er hofft, die Straße Ende August auch noch freigeben zu können.

Von Jens Kusian
Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit erhielt Verkehrsminister Thomas Webel (von rechts) ein kleines Präsent von Uwe Feistkorn und Michael Henrici von den bauausführenden Firmen. Links im Bild Stefan Hörold von der LSBB.
Als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit erhielt Verkehrsminister Thomas Webel (von rechts) ein kleines Präsent von Uwe Feistkorn und Michael Henrici von den bauausführenden Firmen. Links im Bild Stefan Hörold von der LSBB. Foto: Jens Kusian

Wedringen - Die Zeit sitzt Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) ein wenig im Nacken. Nach der Landtagswahl vor knapp zwei Wochen ist er derzeit nur noch geschäftsführend im Amt - bis eine neue Landesregierung steht und somit ein Nachfolger seinen Posten übernimmt. Denn als Minister steht Thomas Webel der künftigen Landesregierung nicht mehr zur Verfügung.

Doch bis die politischen Koalitionen ausgelotet sind und die neue Führungsriege ihre Arbeit aufnehmen kann, wird es wohl noch eine Weile dauern. Geht es nach Thomas Webel, dann gern auch bis September. „Ich hoffe, dass ich Ende August noch einmal nach Wedringen kommen und die neue Ortsumfahrung auch freigeben kann“, wünschte er sich am Donnerstag bei einem Arbeitsbesuch vor Ort.

Restarbeiten bis April 2022

„Ich weiß, wie sehr die Wedringer für die Umgehung gekämpft haben, und das über Jahre hinweg“, blickte der Minister zurück. Mit dem derzeitigen Stand der Baumaßnahme zeigte er sich mehr als zufrieden. „Die Branche hat gut gearbeitet - auch unter Corona-Bedingungen“, bestätigte er den Baufirmen.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, unterstrich Stefan Hörold von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Sachsen-Anhalt, Regionalbereich Mitte, unter deren Federführung die 55 Millionen Euro teure Baumaßnahme steht. „Wir werden die Termine halten und Ende August die Straße freigeben“, versicherte er. Die Restarbeiten an der B71n werden dann aber noch bis April 2022 dauern.

Asphalteinbau läuft auf Hochtouren

Zwei der sieben Brückenbauwerke seien bereits komplett fertiggestellt, an einer dritte werde nur noch an der Ausstattung gearbeitet, gab Ulrike Schäfer, Leiterin des Fachbereichs Straßenbau in der LSBB, einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten. An den übrigen vier Brücken seien die Betonarbeiten fertig, so Schäfer weiter. Dort würden jetzt der Überbau mit Deckschicht und Asphalteinbau erfolgen.

Begonnen wurde auch schon mit der Asphaltierung der neuen Trasse, die den Verkehr südlich zwischen Wedringen und dem Mittellandkanal am Ort vorbeiführen wird. „Diese Arbeiten werden bis Ende Juni andauern, dann werden die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht. Einer Freigabe im August steht somit nichts im Wege“, betonte auch die Fachbereichsleiterin.

Diese Aussage nahm auch Andreas Boehle, der Fachbereichsleiter Planung und Entwurf in der LSBB, erleichtert zur Kenntnis. Er hat die Planung der Ortsumgehung über Jahre begleitet und dabei auch die Sorgen und Nöte der Wedringen mit dem Durchgangsverkehr kennengelernt. „Ein wenig bange war mir schon, als wir zum Baubeginn damals auch den Termin zur Fertigstellung verkündet haben. Aber es ist dank der guten Zusammenarbeit gelungen“, freute er sich.