Haldensleben l Schnell noch die Stiefel putzen und vor die Haustür stellen, damit sie mit reichlich Süßigkeiten gefüllt werden können. Jedes Jahr in der Nacht zum 6. Dezember kommt der Nikolaus. Ein Tag auf den sich wohl alle Kinder freuen. Auch Marlis Schünemann, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in der Börde, freut sich schon auf den Nikolaustag. „Wir feiern jedes Jahr an Nikolaus“, sagte sie und das soll sich auch in diesem Jahr nicht ändern – trotz Corona.

Die Fördermittel seien schon beantragt und wenn alles genehmigt wird, soll es am 6. Dezember in der Einrichtung am Waldring bunt hergehen. Geplant ist ein Familienfest mit Glühwein, Feuerschalen und natürlich Geschenken. Die Vorbereitungen dafür laufen schon lange. Für die Kinder soll es Nikolausstiefel geben, sagt Marlis Schünemann. Die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes füllen sie mit allerlei Sachen wie Süßigkeiten, Obst und Buntstiften.

Abstand ist immer gewährleistet

„Letztes Jahr hat es total geregnet“, aber dennoch sei es sehr schön gewesen. Dieses Mal hofft sie auf besseres Wetter. Für jede Familie sollen nämlich Tische aufgestellt werden, sodass der Abstand zu anderen Familien gewährleistet ist. Es sei sehr wichtig für die Familien und vor allem für die Kinder die Einrichtung des Kinderschutzbundes offen zu halten. „Trotz Corona müssen wir Wege finden, um weiterzumachen“, so Schünemann.

Falls die Corona-Maßnahmen Anfang Dezember weiterhin das Leben einschränken sollten oder verschärft werden, dann wird der Nikolaus trotzdem kommen. Der Tag soll dementsprechend „gestaffelt“ werden, erklärt Schünemann. Das würde bedeuten, dass zwar kein Fest auf dem Gelände stattfindet, aber die Kinder dennoch ihren gefüllten Stiefel bekommen sollen. Laut Marlis Schünemann könnten die ganz kleinen Kinder dann mit ihren Eltern zum Beispiel um 15 Uhr ihr Präsent abholen, die mittlere Altersgruppe dann 16 Uhr und die älteren Kinder dementsprechend vielleicht eine Stunde später. Gefeiert werden, in welcher Weise auch immer, soll auf jeden Fall, ist sich Schünemann sicher. „Wir passen uns der Corona-Verordnung einfach an“, sagt sie.

Und auch für die Weihnachtszeit im Seniorenpflegeheim Hagenhof in Haldensleben wird schon fleißig geplant. Normalerweise werden etliche Bleche Kekse und Kuchen gebacken, die an jeden Bewohner verteilt werden. In diesem Jahr dürfen die Mitarbeiter wahrscheinlich nicht in die Einrichtung, aber sie wollen den Senioren trotzdem eine Freude bereiten. Statt Keksen wird dieses Jahr eine Menge Pfefferkuchen gebacken. „Jede Etage bekommt von uns ein Pfefferkuchenhaus, das sie dann am dritten Advent schlachten können“, sagt Marlis Schünemann.