Velsdorf l Aus dem Spielzeugsack von Knecht Ruprecht purzelten vier Tiere. „Ich bin Stanislaus, bin auf dem Mühlenberg zuhaus“, wieherte der Esel, alias René Garche. Der Hund, Silvia Knie, stellte sich vor: „Ich bin Peer, der Bauer ist mein Herr.“ „Ich bin die Katze Ilsebilse-keiner-willse“, erklärte die betagte Samtpfote. Gockel Norbert Grothe flehte: „Ich bin der Hahn – ein Suppentier, doch bitte bitte nicht mit mir!“

Alle vier Gestalten wanderten zum Zeitvertreib nach Velsdorf, denn dort ist Märchenzeit. Der Müller verjagte den Esel. Das graue Huftier beschloss, in die Welt zu ziehen und las ein buntes Plakat am Calvörder Kindergarten „Bremen sucht den Superstar!“ Ein Engel namens Bianca Krause landete und fragte: „Bist du der Esel vom Velsdorfer Land, der bei Zierenbergs im Garten stand?“ Er reimte darauf: „Nein, vom Mühlenberg komm ich auf leisen Sohlen, nach Bremen will ich zu Dieter Bohlen.“ Die Katze, der Hund und auch der Hahn stimmten mit ein: „Ja, wir werden Superstars.“ Doch nun kam ein Jogger, alias Siegfried Dörheit, angelaufen. „Ich bin der Chef vom Sportverein, muss doch für alle Vorbild sein!“ Er berichtete, dass im Isernhagen zwischen den Bäumen drei Kerle liegen und schnarchen. Es waren Räuber, die kurz darauf ihren Plan - den NP-Markt in Calvörde auszurauben – ausplauderten. Mit furchtbaren Geschrei jagten die Musikanten den Räubern Angst ein. Ein Polizist drohte: „Bleibt ja stehen, ins Kittchen werdet ihr jetzt gehen! Dort könnt ihr Ulli Höhnes treffen, der lehrt euch wie man Kohle macht. Auf geht es, denn jetzt ist Schicht im Schacht!“

In Hamburg stellten die vier Musikanten sich der Jury. Bohlen war verblüfft: „Herzlich willkommen ihr Gestalten, was wollt ihr uns für einen Vortrag halten?“ Mit Helene Fischers „Atemlos“ zogen die Musiker das Publikum im Haus Isernhagen in ihren Bann. Auch Bohlen rief begeistert: „Super, prima, wunderbar - ihr seid ab heute Superstar!“ Ein Lob ging an alle Mitwirkenden auf der Bühne und an die, die im Hintergrund in Aktion waren.

Bilder

Siegfried Dörheit bedankte sich als Velsdorfs Ortsteilbeauftragter im Besonderen mit Blumen bei Helga Richter, aus deren Feder das Märchen stammt.