Irxleben l Manchmal sollten auch Zwerge nicht an ihrer Größe gemessen werden – zumindest nicht, wenn sie vom Tanzmäuse-Tanzstudio-Carnevals-Club (TTCC) aus Niederndodeleben kommen. Gestärkt durch ihr Gefolge stürmten sie während des Tages der offenen Tür am Sonnabend um 11.11 Uhr das Rathaus. Ihr Ziel: Sie wollten den Schlüssel der Bürgermeisterin und damit zumindest bis zum Aschermittwoch (14. Februar 2018) die Macht in der Hohen Börde. Obwohl Bürgermeisterin Steffi Trittel den Schlüssel gut versteckt hatte, fanden die Zwerge das gute Stück. Zum Dank gab es eine Tanzeinlage, nicht zuletzt, um auch zu zeigen, was die Gäste während der „närrischen Regierungszeit“ zu erwarten haben.

Über ihre Zwergenrolle hinausgewachsen sind anlässlich des Tages der offenen Tür am Rathaus aber noch ganz andere – die Jüngsten aus den Kindertagesstätten nämlich: Zum ersten Mal sangen die Kinder aller kommunalen Kindereinrichtungen gemeinsam das Bördekinder-Lied und übernahmen somit die Eröffnung der Veranstaltung.

Bevor sich aber die Besucher auf den Weg durch die Amtsstuben machten, mit den Mitarbeitern ins Gespräch kamen und so manche Überraschung erlebten, lockte noch der Klang von Blasinstrumenten in den Sitzungssaal. Mit der deutschen und der amerikanischen Hymne erinnerte der Nordgermersleber Posaunenchor an seine kürzliche Konzertreise in die USA. Im Anschluss trugen sich der Leiter Stefan Heinzel und seine Mitstreiter in das Goldene Buch der Gemeinde ein.

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Die Mitarbeiter in den Ämtern bewiesen große Transparenz, informierten über ihre Aufgaben und vermittelten so Wissenswertes für den Bürger. So gab es im Ordnungsamt im Erdgeschoss zum Beispiel Informationsblätter zur Straßenreinigung oder zur Sondernutzung oder im Bauamt Ausdrucke von Grundstücken zum Mitnehmen. Auch um das derzeit viel diskutierte Thema Breitband kam hier niemand herum. Die Fotobox im Standesamt stand kaum still, denn hier lagen Schleier und Hüte parat, um lustige Hochzeitsfotos nachzuholen. Im Jugendbüro ließen sich die jüngsten Besucher gern zum Basteln einladen und gingen mit bunten Masken nach Hause.

Die Mitarbeiter hatten neben dem Futter für den Wissensdurst aber auch an die Gaumenfreuden gedacht und fleißig gebacken. Es war aber nicht einfach Kuchen wie er im Backbuch steht – passend zu den Ämtern gab es unter anderem Tretminen, Holperpflaster oder Winterdienstkuchen.