Haldensleben l Wie Reiko Freier, Bereichsleiter Netzbetrieb bei den Stadtwerken, erklärt, verlaufen die Leitungen bislang unter der Brücke entlang der ehemaligen Kanonenbahn. Die Brücke soll jedoch im Zuge des Baus der B71n abgerissen wird. Damit dies möglich ist, sorgen die Stadtwerke als Versorgungsträger für ein freies Baufeld. Aus diesem Grund müssen die beiden Gasleitungen umverlegt werden.

Die Arbeiten dafür haben vor etwa zwei Wochen begonnen. Archäologen untersuchten das Gelände. Laut Reiko Freier haben sie aber nichts gefunden. Die bisherigen Leitungen wurden freigelegt und die sogenannte „Umbindemaßnahme“ wurde vorbereitet.

Ab dem kommenden Montag wird es dann ernst: Erst wird bei der einen, dann bei der anderen Leitung die Versorgung vom alten auf das neue Rohr umgestellt. Für die Bürger gebe es in diesem Zusammenhang nichts zu beachten. „Im Idealfall bekommt der Kunde davon gar nichts mit“, erklärt Reiko Freier. Die Gesamtkosten liegen bei rund 400.000 Euro. Etwa die Hälfte dieser Summe werde von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) übernommen, die für den Bau der B71n zuständig ist.

Nicht die erste und letzte Umverlegung

Für die Stadtwerke Haldensleben ist es nicht die erste Aufgabe dieser Art. Unter anderem hat das Unternehmen bereits im Bereich der neuen Beberbrücke zwischen Haldensleben und Wedringen eine Leitung umverlegt. Auch das geschah im Zusammenhang mit der B71n als künftige Wedringer Ortsumgehung. Dabei handelte es sich um eine Leitung mit vier bar Druck. Dieses Mal geht es um zwei Leitungen: eine mit 4 bar und eine mit 25 bar. Erstere dient zur Versorgung des Stadtgebietes. Die 25-Bar-Leitung ist laut Freier mit sogenannten Gasübernahmestationen verbunden. In diesen wird das Gas mit geringerem Druck weitergeleitet – unter anderem an Firmen im Industriegebiet.

Wie Reiko Freier weiter ausführt, handele es sich bei den aktuellen Arbeiten zwar um diejenigen mit dem größten Aufwand. Aber Schluss sei damit noch nicht. An der Kreuzung der B71 mit dem Dammühlenweg beziehungsweise mit der Jacob-Uffrecht-Straße seien weitere Leitungen umzuverlegen. Dabei gehe es erneut um Gas sowie um Strom und eventuell auch um Wasser. Für die Details seien aber zunächst weitere Absprachen mit der LSBB nötig.