Haldensleben l Während trotz Corona viele Dinge im Freien wieder möglich sind, bleibt der Außenbereich des Rolli-Bads weiter geschlossen – zum Unverständnis einer Leserin, die sich in der vergangenen Woche bei der Volksstimme meldete. Die Frau erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass einst auf eben diesen Außenbereich des Bades verwiesen wurde, als das Althaldensleber Freibad dicht machen musste.

Das ist allerdings schon einige Jahre her. Ein kurzer Blick zurück: Zu Beginn der Nullerjahre wurde das Freibad an der Hinzenbergstraße geschlossen. Im Sommer vor 20 Jahren hatten noch rund 5000 Menschen das Bad besucht. Im Jahr darauf wurde im Stadtrat über die Zukunft des Bades debattiert. Auf dem Süplinger Berg sollte ein „Kombibad“ entstehen. Das dortige Hallenbad mit DDR-Charme sollte saniert und erweitert werden. Und so kam es dann auch.

Sanierung steht an

Heute steht dem Rolli-Bad wieder eine großen Sanierung bevor. Geplant ist sie für das kommende Jahr. Die Sanierung in dieses Jahr vorzuziehen, war von den Stadtwerken, dem Betreiber des Bades, vergeblich geprüft worden. Wegen Corona ist das Bad nun schon seit knapp vier Monaten für Besucher geschlossen.

Eine Öffnung ist zwar seit einige Wochen wieder erlaubt. Die Stadtwerke haben sich allerdings vorerst dagegen entschieden. Denn nach einem im vergangenen Monat nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erarbeiteten Konzept dürften maximal 16 Personen gleichzeitig im großen Becken des Rolli-Bades schwimmen. Damit könnten täglich höchstens 64 Besucher ins Rolli-Bad kommen. Für die Stadtwerke wäre der Betrieb damit deutlich unwirtschaftlicher als vor Corona.

Auf Nachfrage zum Außenbecken betont Antje Streck, Sprecherin der Stadtwerke: „Beim Außenbecken ist es wie im Innenbereich. Die Attraktionen müssen abgeschaltet sein (Strömungkanal und Luftsprudelliegen) und die Wasserfläche lässt nur eine minimale Belegung zu. Die übrigen Vorgaben zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zum Einlass in das Schwimmbad gelten, auch wenn nur das Außenbecken geöffnet wäre. An der aktuellen Problematik ändert sich leider nichts.“