Wedringen l Er glänzt so schön, der Fußboden im Dorfgemeinschaftshaus Wedringen. Und das hat das alte Parkett aus dem Jahr 1880 den Mitgliedern des Fördervereins zu verdanken. Flohmärkte, Veranstaltungen, Bauarbeiten – der Boden hat in den vergangenen Jahren sehr gelitten. Grund für die Wedringer, ihm eine Frischekur zu verpassen.

Noch sind blaue Schuhüberzieher nötig, um den Boden zu schonen. Das alte Holz wurde abgeschliffen, bis die kräftigen Farben des Eichenholzes wieder zutage traten. Es folgten drei Lackierungen und nun ist der Boden wie neu. „Wir haben uns bewusst für das Abschleifen entschieden, um den Charakter des Saales zu erhalten“, sagt Hans-Hennig Wiese, Vorsitzender des Fördervereins Dorfgemeinschaftshaus.

Dem Abriss geweiht

Im Jahr 2004 schlossen sich einige Einwohner zusammen und haben sich dem Gebäude gewidmet, das einst dem Abriss geweiht war. Fast von Null haben sie dabei angefangen, das Haus kam einer Ruine gleich. Seither sichern sie mit viel Eigeninitiative den Erhalt und den stetigen Ausbau des Komplexes – von der Erneuerung der Sanitär- und Heizungsanlagen bis hin zu Dacharbeiten, von der Komplettsanierung des Saales über den Abriss von einzelnen Gebäuden im Garten des Hauses. Durch einen Zuschuss der Stadt konnte der Giebel 2015 an der Wetterseite instand gesetzt werden. Unzählige Arbeitsstunden haben die Mitglieder – inzwischen zählt der Verein 36 Personen – in das Haus gesteckt.

Mit der Erneuerung des Fußbodens im Saal kann eine weitere große Aufgabe von der Liste gestrichen werden. „Der Boden der Bühne muss noch gemacht werden und auch die Treppe zur Bühne fehlt noch“, zählt Hans-Henning Wiese die letzten Kleinigkeiten auf. Letzteres solle dieses Jahr noch geschehen.

Neben dem Fußboden hat der Saal einen weiteren Hingucker erhalten – die Mitglieder Steven Berg und Sebastian Wilfert haben in den Eingangsbereich eine Bar mit einem Tresen gezimmert. Darin wurde ein kleines Heiligtum eingebaut – einer der Spaten, mit dem im Juli 2017 der Bau der Ortsumgehung Wedringen begann. Des Weiteren wurden auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses Parkflächen geschaffen.

Jetzt die Außenfassade

Doch die Liste der Dinge, die noch gemacht werden müssen, hören bei dem alten Gebäude nicht auf. „Im kommenden Jahr wollen wir die Außenfassade fertigstellen“, blickt Hans-Henning voraus. Außerdem sollen auch die Toiletten sowie die Küche saniert werden.