Haldensleben l Die geplante Sanierung gehört zu einem Paket von drei Projekten. Bei den anderen beiden handelt es sich um den geplanten Bau einer evangelischen Grundschule und um einen Drainagegraben an der Rottmeisterstraße.

Alle sollen künftig Teil des Integrierten Handlungskonzeptes „Soziale Stadt“ für das Rolandgebiet und den Süplinger Berg sein. Das haben die Mitglieder des Stadtrates mehrheitlich beschlossen.

Hoffnung auf hohe Förderquote

Dieser Schritt ist notwendig, um Geld aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ bekommen zu können. Wörtlich heißt es in der dazugehörigen Beschlussvorlage: „Für die Kindertagesstätte ‚Max und Moritz‘ ist vordergründig angedacht, den seit 2017 durch den Bund aufgelegten neuen Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ zur Förderung heranzuziehen. Fördervoraussetzung ist hierbei die Aufnahme der Maßnahme in ein städtebauliches Konzept.“

Aus diesem Grund sei die Sanierung bereits 2017 in das Stadtentwicklungskonzept aufgenommen worden. Aber: „Mit der Aufnahme der Maßnahme in das Integrierte Handlungskonzept der Sozialen Stadt wird die Möglichkeit eröffnet, die Maßnahme gegebenenfalls auch in dem nicht so stark überzeichneten Programm ‚Soziale Stadt‘ zu beantragen.“

Verschiedene Förderprogramme

In diesem Fall wäre die Förderung voraussichtlich aber nicht ganz so hoch. Zur Beschlussvorlage gehören auch die entsprechenden Zahlen. Demnach liegen die reinen Sanierungskosten bei rund 1,55 Millionen Euro. Hinzu kommen jedoch noch Planungskosten von etwa 228.000 Euro.

Laut Berechnung kann die Stadt beim Programm „Investitionspakt Soziale Integration“ auf knapp 1,6 Millionen Euro Fördermittel hoffen. Bei der Sozialen Stadt wären es etwa 1,2 Millionen. Damit läge der Eigenanteil dann bei 592.000 Euro statt 177.600 Euro.

Energieeffizienz und Barrierefreiheit

Bei der Sanierung geht es sowohl um Energieeffizienz als auch um Barrierefreiheit. Dazu sollen Aufzüge im Bereich der jetzigen Eingänge vor die Fassade gesetzt werden. „Diese ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu allen Geschossen. In diesem Zusammenhang werden im Inneren des Gebäudes die Türen an die geltenden Standards der Barrierefreiheit angepasst. Die bestehenden beiden Eingänge der Einrichtung werden zurückgebaut, versetzt, neben den Aufzügen komplett neu und optisch ansprechend errichtet“, so der Text der Unterlagen.

Das vorhandene Dach soll abgerissen, neu gedämmt und wieder mit einer Bitumendachhaut belegt werden. Ferner werde der Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach geprüft. Sie könnte der elektrischen Eigenversorgung der Kita dienen. Die Fassade soll ebenfalls neu gedämmt und gestaltet werden. Darüber hinaus ist von neuen Sonnenschutzelementen, Haustechnik, Fußbodenbelägen, Türen und Schallschutzmaßnahmen die Rede. Die Planung ist für 2020 angedacht, die eigentliche Sanierung für 2021 und 2022 geplant.