Landtagswahl

Schlangen vor den Wahllokalen: In Haldensleben herrscht Andrang an der Wahlurne

In den Wahllokalen in Haldensleben und seinen Ortsteilen herrschte bis zum Mittag reger Andrang. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es einige Neuerungen an der Wahlurne. Das hat jedoch viele nicht abgehalten, ihre zwei Kreuze auf dem Wahlzettel für die Landtagswahl zu machen.

Von Juliane Just
Stefan Job gibt im Rathaus in Haldensleben seine Stimme für die Landtagswahl ab. Wahlhelferin Lina Lüders gibt den Einwurf frei.
Stefan Job gibt im Rathaus in Haldensleben seine Stimme für die Landtagswahl ab. Wahlhelferin Lina Lüders gibt den Einwurf frei. Foto: Juliane Just

Haldensleben - Dass die Wedringer Frühaufsteher sind, bewiesen sie bei einer hohen Wahlbeteiligung in den Morgenstunden des Wahltags. Gegen Mittag sprach Daniela Merten, Wahlvorstand für das Wahllokal in Wedringen, vor „regen Betrieb“ am Dorfgemeinschaftshaus. Auch an der Wahlurne habe es keine Probleme gegeben. „Die Wähler haben sich an die herrschenden Regeln der Pandemie gewöhnt“, so Merten.

Währenddessen bildeten sich vor dem Saal im Haldensleber Rathaus Wählerschlangen. Von 1188 Wahlberechtigten für das Wahllokal im Herzen Haldenslebens haben laut Wahlvorstand Hagen Schermer bis zum Mittag bereits 370 Wähler ihre Stimme abgegeben. „Das ist mehr als erwartet“, sagt er. Hinzu kamen 350 beantragte Briefwahlunterlagen. Bei den Pandemieregelungen hätte es keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

In der Grundschule wird per Einbahnstraße gewählt

In der Grundschule Erich Kästner in Haldensleben haben die Wähler im Einbahnstraßensystem gewählt: Eintritt in die Mensa, Kreuzchen machen, zum Hinterausgang wieder hinaus. Ute Lehrmann, stellvertretender Wahlvorstand und Leiterin der Grundschule, war sich sicher, dass bis zum Mittag bereits deutlich mehr Wähler als bei der Landtagswahl 2016 ihre Stimme abgegeben haben. „Heute Morgen war viel Andrang, sogar mit Warteschlangen. Das ist ein gutes Zeichen“, sagt sie. Von 1353 Wählern hatten bis 14.30 Uhr bereits 320 Haldensleber ihre Stimme abgegeben.

In Uthmöden ging es etwas ruhiger zu, doch laut Wahlvorstand sei Haldenslebens kleinste Ortschaft „immer stark bei der Wahlbeteiligung“. Von 348 Wahlberechtigten waren bis 14.20 Uhr 120 bereits an der Wahlurne. Doch nach 15 Uhr, da waren sich die Wahlhelfer sicher, finden noch einige Uthmödener den Weg in Wahllokal in der Feuerwehr.

Bis 14 Uhr war jeder Dritte im Landkreis Börde wählen

Im Landkreis Börde lag die Wahlbeteiligung um 14 Uhr laut Wahlbüro des Landkreises bei 32,16 Prozent. Herausgerechnet wird hierbei die Stadt Oebisfelde-Weferlingen, die aufgrund der neuen Wahlkreis-Einteilung bei der Landtagswahl im Wahlkreis Gardelegen-Klötze wählt.