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Schnelles Internet nun auch für Ackendorf

MDDSL plant die Erschließung ab September / Deutsche Glasfaser baut in zwölf Ortschaften der Hohen Börde

Nun kommt das Highspeed-Netz auch nach Ackendorf.
Nun kommt das Highspeed-Netz auch nach Ackendorf. Foto: dpa

Constanze Arendt-NowakAckendorf/Hohe Börde

Ein Glasfasernetz in der Ortschaft Ackendorf treibt gegenwärtig das Telekommunikationsunternehmen MDDSL voran. Nach ankündigenden Postwurfsendungen seitens MDDSL erkundigte sich die Gemeinde Hohe Börde nach eigener Information nach dem weiteren Fortgang der Erschließung mit superschnellem Internet. Demnach datiert das Unternehmen den voraussichtlichen Baubeginn auf September 2021.

Gegenwärtig erkundet das Unternehmen, wie die Gemeinde in einer Presseinformation mitteilt, die Nachfrage nach einem Glasfaseranschluss unter den 123 versorgbaren Adressen in der Ortschaft Ackendorf. Mit Stand vom 21. April dieses Jahres haben bisher 72 Interessenten ihren Bedarf angemeldet, wobei die Anmeldungen von Ende 2020 bereits eingerechnet worden sind.

Gebaut wird ohne Mindestprozentsatz

Einen Mindestprozentsatz für das Ergebnis der gegenwärtigen Nachfrageerkundung gibt es laut MDDSL-Angaben nicht. „Es wird definitiv gebaut“, hieße es aus dem Unternehmen.

Es wird darauf hingewiesen, dass der derzeit gültige Baukostenzuschuss, den der Kunde tragen muss, bei einer Entscheidung nach dem Abschluss der Baumaßnahmen steigen wird. Die Höhe richtet sich dann nach dem Abstand zwischen Grundstück und dem nächsten Bohrloch. Weitere Informationen finden die Ackendorfer unter www.mitkomm.net.

Ob das MDDSL-Netz auch anderen Internet-Anbietern zur Verfügung gestellt wird, beantwortet MDDSL so: „Wir sind derzeit mit der Telekom im Gespräch und schließen auch Gespräche mit anderen Anbieter nicht aus. Unsere Kunden werden darüber informiert, wenn die Gespräche mit der Telekom abgeschlossen sind.“

Im Sommer des vergangenen Jahres war der Unmut in Ackendorf groß, nachdem bekannt wurde, dass das Telekommunikationsunternehmen Deutsche Glasfaser die Erschließung mit schnellerem Internet für das 400-Seelen-Dorf nicht auf dem Zettel hatte. Anstatt der üblichen für die Gemeinde Hohe Börde in der Nachfragebündelung gewünschten 40 Prozent anschlusswilliger Haushalte sollten es hier 60 Prozent sein. Vertreter der Ortschaft bemühten sich gemeinsam mit der Gemeinde Hohe Börde um Alternativen.

In Hohenwarsleben ist der Tiefbau bereits erledigt

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser erschließt unterdessen zwölf Ortschaften der Gemeinde. In Hohenwarsleben sind die Tiefbauarbeiten für die Glasfaseranschlüsse laut Information aus der Gemeinde bereits abgeschlossen, erste Haushalte sind hier nach Volksstimme-Information am Netz.

„Gebuddelt“, um die Glasfaserleitungen in die Erde zu bekommen, wird derzeit in Irxleben, Niederndodeleben, Groß Santersleben, Schackensleben und Rottmersleben. Insgesamt liegen in den Ausbaugebieten der Deutschen Glasfaser 5776 Gebäude. Davon werden nach Berechnungen des Planungsunternehmens vom Januar dieses Jahres 2418 mit dem schnellen Internet versorgt, das Geschwindigkeiten bis 1000 Mbit/s ermöglicht.