Spendenaktion

Schwanefelder Kirchenbänke brauchen dringend eine Sanierung

Als sich der Förderverein zur Sanierung der Evangelischen Kirche Schwanefeld vor elf Jahren gründete, haben es sich seine Mitglieder zur Aufgabe gemacht, ihr historisches Bauwerk zu sanieren. Seither wird immer mal wieder gebaut. Gegenwärtig läuft eine Spendensammlung zugunsten der Sanierung der Kirchenbänke.

Von Carina Bosse
Susanne Eberhardt (r.) überreicht die Spende aus der Kalenderaktion 2021 für die geplante Sanierung der Kirchenbänke der Schwanefelder Kirche  vor Wolfgang Towara, Charlotte Winkelmann und Ortsbürgermeister Holger Funke an Margit Iftiger.
Susanne Eberhardt (r.) überreicht die Spende aus der Kalenderaktion 2021 für die geplante Sanierung der Kirchenbänke der Schwanefelder Kirche vor Wolfgang Towara, Charlotte Winkelmann und Ortsbürgermeister Holger Funke an Margit Iftiger. Foto: Carina Bosse

Schwanefeld - Im Allertal fällt die große Schwanefelder St.-Nikolai-Kirche unmittelbar an der Ortsdurchfahrt jedem auf. Der imposante Sakralbau ist für dörfliche Verhältnisse sehr groß und mit einem Entstehungsdatum um das Jahr 1200 auch sehr alt. Dementsprechend präsentiert sich die Bausubstanz aber auch in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Seit mittlerweile elf Jahren bemüht sich der „Förderverein zur Sanierung der Evangelischen Kirche Schwanefeld“ um den Erhalt. Dacharbeiten zur Notsicherung haben anfangs den Ausschlag gegeben, von der Außenhülle ging es später an die Sanierung im Inneren. Dort wird gerade wieder fleißig am Mauerwerk gearbeitet. Das Inventar wurde ausgelagert oder vor Schäden gesichert und abgedeckt.

Nun bemüht sich der Förderverein außerhalb der Baumaßnahmen um eine Sanierung der Kirchenbänke, die zwischenzeitlich in Weferlingen gelagert sind, aber vor ihrem Wiedereinbau einer Generalüberholung bedürfen. Einen kleinen Beitrag kann Schwanefeld selbst dazu beitragen.

13.000 Euro werden benötigt

Susanne Eberhardt und Designer Sven Johanson haben auch für 2021 einen Schwanefelder Kalender gestaltet. „Die Idee dazu hatten wir vor Jahren im Förderverein“, blickt Vorsitzender Wolfgang Towara zurück. Damals schon bemühten sich die Schwanefelder, für die Sanierungsarbeiten Eigenmittel zu akquirieren. Mit einer Unterbrechung entsteht seitdem Jahr für Jahr ein Kalender, der im Ort verkauft wird und sich großer Beliebtheit erfreut.

Der Gewinn aus dem 2021er Kalender kommt der Sammlung für die Sanierung der Kirchenbänke zugute. Rund 13.000 Euro müssen sie Schwanefelder berappen, hat ein Kostenvoranschlag ergeben. Die Sparkasse hat bereits eine Beteiligung in Aussicht gestellt, und auch ein Unternehmen aus Walbeck möchte sich beteiligen, doch die große Summe ist für den kleinen Schwanefelder Förderverein natürlich trotzdem eine Herausforderung.

Als Fotografin liebt es Susanne Eberhardt, die Schönheiten des Ortes und der Umgebung zu erkunden. Der Fotoapparat und sei es nur der in ihrem Handy ist immer dabei, wenn es auf Motiv-Pirsch geht. Die ersten für 2022 hat sie bereits im Kasten, erzählt sie vor der Schwanefelder Kirche. Diese ziert übrigens in diesem Jahr das Deckblatt des Kalenders. Margit Iftiger hat ihren Kalender extra daheim abgehangen und zur Übergabe der Spende zur Kirche mitgebracht. 

Jeder Euro hilft

„Jeder Euro hilft uns“, sagt Margit Iftiger, die die Finanzen für den Förderverein im Blick hat. Der Verein möchte einen Spendenaufruf starten, um die Kirchenbänke auf Vordermann bringen zu können. Die Originale zu erhalten und als zeitgeschichtliches Zeugnis zu bewahren, ist den Schwanefeldern wichtig. 

„Meine Großeltern haben schon dafür in die eigene Tasche gegriffen“, sagt Charlotte Winkelmann. Dort habe sie gestanden, die Bank ihrer Familie, zeigt sie in eine Ecke des großen Kirchenraumes, wo gerade ein Gerüst für die Bauleute der Bauhütte Quedlinburg, einem speziellen Handwerksunternehmen in der Baudenkmalpflege, aufgestellt ist, die am inneren Mauerwerk beschäftigt sind. Die Bänke seien aus Holz und schlicht, typisch mit den Ablagen für die Gesangsbücher an der Rückseite der Bänke.

Wer sich an der Spendenaktion beteiligen möchte, kann sich bei Margit Iftiger unter Telefon 039050/2704 melden. Der Förderverein freut sich über jede Summe und jeden Spender.

Ortsbürgermeister Holger Funke zeigt sich voll des Lobes für die rührigen Fördervereinsmitglieder. Schließlich sind sie es, die als Laien das ehrgeizige Sanierungsvorhaben am Laufen halten und so ganz nebenbei auch für die kulturelle Belebung sorgen. Deshalb unterstützt er auch gern das Kalenderprojekt, das aktuell 170 Euro an Spenden zugunsten der Kirche erbracht hatte.