Haldensleben l Es ist der 2.2.2020, als Irma Popp erneut Geschichte schreibt: An diesem Tag ist sie 105 Jahre alt geworden. Im DRK Seniorenheim in Althaldensleben feierte sie mit ihrer großen Familie und weiteren Gästen das besondere Jubiläum.

Im Jahr 1915 kam Irma Popp als jüngste von sieben Kindern in Fraureuth bei Zwickau (Sachsen) zur Welt. 24 Jahre später heiratete die gelernte Weberin ihren Mann Hans, mit welchem sie zwei Kinder groß zog. Inzwischen zählt „Ommel“, wie sie von ihrer Familie genannt wird, außerdem zwei Enkelkinder und vier Urenkel. Doch welches besondere Gen liegt in der Familie? „Sie ist die erste, die dieses Alter erreicht“, sagt Tochter Gabriele Flohr und schmunzelt.

Ein Leben für die Gastronomie

Im Jahr 1954 entschied sich das junge Ehepaar, im sächsischen Werdau eine Gastwirtschaft in dritter Generation zu übernehmen. Anfangs bewirtete Irma Popp die Gäste mit ihrem Ehemann, der aber bereits 1960 ums Leben kam. 41 Jahre lang die Gastronomie Irma Popps Leben. Bier ausschenken, Gäste bewirten und die Gaststätte in Schuss halten prägten ihren Alltag. So witzelt ihre Enkeltochter, dass der Zigarettenrauch in der Wirtschaft wohl mit ihrem hohen Lebensalter zu tun hat. Noch bis zu ihrem 80. Geburtstag stand Irma Popp hinter dem Tresen ihrer Gaststätte im sächsischen Werdau.

Bilder

Als sie ihren Gasthof 1995 schloss, zog Irma Popp zu ihrer Tochter Gabriele nach Haldensleben – inzwischen ist sie sozusagen eingebürgerte Haldensleberin. Bis zum Jahr 2010 wohnte sie bei ihrer Tochter und deren Familie in der Bornschen Straße, bevor sie aus gesundheitlichen Gründen in das DRK-Seniorenzentrum Am Kamp umzog.