Irxleben l Fröhliche Kinderstimmen waren am Mittwoch auf den Fluren des Rathauses der Gemeinde Hohe Börde in Irxleben nicht zu überhören. Kein Wunder, war doch wieder einmal der Vorschultag im Rathaus organisiert. Mehrere Ämter öffneten ihre Türen, um die Neugier der Vorschüler aus allen Kindereinrichtungen der Gemeinde zu befriedigen. „Das ist für die Kinder immer wieder aufregend“, weiß Bärbel Warnke, die als Erzieherin der Kindertagesstätte „Kleeblatt“ in Wellen schon mehrere Male beim Vorschultag dabei war, aus Erfahrung.

Die „Kleeblatt“-Kinder machten an ihrer ersten Station – dem Fundbüro – große Augen. Ein Fund-Fahrrad hatten die Mitarbeiter hier extra ins Büro geholt. Geduldig erklärte Mitarbeiterin Tina Kermbach, was zu tun ist, wenn etwas gefunden oder auch verloren wurde. Sie weiß, dass das Fundbüro, das ein Teil des Ordnungsamtes ist, reges Interesse bei den Kindern weckt. „Viele Kinder sagen dann auch, was sie schon verloren oder gefunden haben“, so Tina Kermbach.

Nachwuchs fürs Bürgermeisteramt

Ebenso aufgeweckt zeigten sich die Kinder auch in der Abteilung „Hundesteuer“ oder auch im Büro der Bürgermeisterin Steffi Trittel. Einige der Mädchen und Jungen zeigten sogar Bereitschaft, eines Tages die Nachfolge der Bürgermeisterin anzutreten. Auf die Frage, was er tun würde, wenn er Bürgermeister wäre, antwortete beispielsweise der sechsjährige Matti von den Bebertaler „Waldwichteln“ selbstbewusst: „Einen neuen Kindergarten in Bebertal bauen!“

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Einige, für die der Beruf des Bürgermeisters nichts war, interessierten sich vielleicht mehr für die Tätigkeit der Polizei. Zumindest zeigten sich einige der Vorschüler gar nicht schüchtern, als sie im Streifenwagen einmal Probe sitzen durften und manches Arbeitsmittel, das bei der Polizei zum Einsatz kommt, anfassen durften. Der Regionalbereichsbeamte der Polizei, Jens Ruhnke, der sein Büro auch im Rathaus hat, gab an seiner Station auf dem Parkplatz Einblicke in die Tätigkeit eines Polizisten. Die Ausweise mit den Fingerabdrücken werden die Mädchen und Jungen sicher noch lange an den aufregenden Tag erinnern.

Ringe vom Standesamt

Bei Luca und Lena (beide 6) aus der Hohenwarsleber Kindertagesstätte „Sonnenschein“ werden wohl auch ihre Freundschaftsringe für Erinnerung sorgen. Sie gehörten zu den Vorschülern die im Standesamt von der Standesbeamtin Birgit Blancke ihre Freundschaft fürs Leben beurkunden ließen.

In der obersten Etage des Rathauses wartete Verwaltungsmitarbeiterin Ivonne Schwienhagen auf die Kinder, um nicht zuletzt auch ihr heimatkundliches Wissen zu testen. Wissbegierig hörten unter anderem auch die „Sonnenschein“-Kinder aus Hohenwarsleben und die Mädchen und Jungen aus der Groß Santersleber Kita „Kinderland“ zu, als sie ihnen berichtete, dass „die Bienen ganz nett sind und fleißig von Blüte zu Blüte fliegen, um Nektar zu sammeln“. Dafür durften sie auch vom Honig aus Raps und von der Sommerwiese naschen. Die Ähren des Weizens konnten sie ebenso zuordnen, wie sie auch wussten, dass aus Mais Popcorn gemacht wird.

Positives Resümee

Insgesamt hatten sich an dem Vormittag 197 Vorschüler aus allen Kindereinrichtungen der Gemeinde auf Entdeckungstour in den Rathausfluren begeben. Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros, die bei der Aktion federführend waren, ziehen ein positives Resümee. Und da das Wetter mitspielte, kam auch der Spaß auf der Hüpfburg nach dem Gang durch die Amtsstuben nicht zu kurz.