Organisation

Wahllokale im Landkreis Börde werden für die Landtagswahl mit Corona-Regeln hergerichtet

Von Juliane Just
In Baden-Württemberg wurde bereits im März ein neuer Landtag gewählt, am 6. Juni sind die Sachsen-Anhalter dran. Dabei wird in den Wahllokalen der Börde auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet. Symboloto: dpa
In Baden-Württemberg wurde bereits im März ein neuer Landtag gewählt, am 6. Juni sind die Sachsen-Anhalter dran. Dabei wird in den Wahllokalen der Börde auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet. Symboloto: dpa Foto: dpa

Haldensleben

In den bisherigen Wahlen war es eher ungewöhnlich, wenn Wähler ihren Lieblingskuli zückten, um das Kreuzchen auf dem Stimmzettel zu machen – in diesem Jahr ist es sogar ausdrücklich erwünscht. Hintergrund ist, dass die Kugelschreiber in den Wahllokalen erst desinfiziert werden müssen, bevor der nächste Wähler sie nutzen kann. Durch die Corona-Pandemie wird sich an der Wahlurne einiges verändern.

„In den Wahllokalen gelten die gleichen Abstands- und Hygieneregeln wie überall“, sagt Kreiswahlleiterin Iris Herzig. Alle Wahllokale müssen ein Hygienekonzept erstellen und dafür je nach Platz und Räumlichkeit teils umplanen. Die Wähler sollen einen Mindestabstand von 1,50 Meter wahren und erhalten nur mit einer medizinischen Maske oder FFP2-Maske Zutritt zum Wahllokal. Derartige Mund-Nasen-Masken werden auch vor Ort für die Wähler vorgehalten. Außerdem wird es Desinfektionsmöglichkeiten geben. Zusätzlich werden medizinische Handschuhe zur Verfügung gestellt, falls Wähler das wünschen. Auch Kulis werden laut Kreiswahlleiterin vorgehalten, aber die Wähler werden gebeten, möglichst selbst einen Kuli mitzubringen.

Oebisfelde-Weferlingen wählt in der Altmark

Mehr als 131.000 Wahlberechtigte sind im Landkreis Börde aufgerufen, am 6. Juni ihre Stimmen abzugeben. Hinzu kommen die Wähler aus Oebisfelde-Weferlingen, die in diesem Jahr aufgrund der Aufteilung der Wahlkreis mit in den Wahlkreis 2 – Garlegen-Klötze zählen.

Für die Wähler werden im Landkreis Börde insgesamt 208 Wahllokale öffnen, die von 1616 Wahlhelfern unterstützt werden. Rund 98 Prozent der Posten sind bereits besetzt. „Es gibt viele Helfer in den Gemeinden, die die Wahlen seit Jahren unterstützen“, sagt Iris Herzig. Viele der Gemeinden konnten sich darauf erneut verlassen. Insgesamt 39 Wahlhelfer fehlen noch in den Regionen – in der Hohen Börde, Niederen Börde, Wolmirstedt, Elbe-Heide und Oberen Aller. Auch bei den Wahlhelfern für die Briefwahl, die im Landratsamt in Haldensleben ausgezählt werden, fehlen noch 39 Freiwillige.

Wähler erhalten bis 16. Mai ihre Wahlbenachrichtigung

Die Wahlhelfer wurden für die Impfung gegen das Coronavirus in der Impfpriorisierung nach oben gestuft, damit die Immunisierung noch vor der Wahl möglich ist. Knapp die Hälfte der Wahlhelfer hat dieses Angebot angenommen und bereits die Erstimpfung erhalten. Kurz vor der Landtagswahl folgt die Zweitimpfung. Laut Iris Herzig wurden die Stimmzettel für die Wahlkreise 7 – Haldensleben, 8 – Wolmirstedt und 9 – Oschersleben-Wanzleben bereits von der Landeswahlleiterin genehmigt. Nun werden sie gedruckt und an den Blindenverband weitergereicht, der Varianten für Sehbehinderte erarbeitet, damit das Kreuzchen an die richtige Stelle kommt.

Verschickt werden die Wahlbenachrichtigungen von den jeweiligen Gemeinden des Landkreises Börde. Die Wähler sollten diese bis spätestens 16. Mai erhalten. Ist dies nicht der Fall, haben sie vom 17. bis 21. Mai die Möglichkeit, bei der Gemeinde Einsicht ins Wählerverzeichnis zu nehmen und einen Antrag auf Berichtigung zu stellen. Dann können sie wählen.

Im Vorfeld der Wahl werden die Wahllokale in allen Gemeinden eingerichtet – mit Tisch, Kabinen und Urnen. Die Auszählung der Stimmen beginnt erst mit Schließung der Wahllokale um 18 Uhr. Die Zwischenergebnisse der Wahl werden am Wahlabend auf der Internetseite des Landkreises Börde veröffentlicht.