Flechtingen l Mit Wissen, Können, Geschick und Konzentration konnten die 146 Grundschüler aus Flechtingen bei den diesjährigen Waldjugendspielen an 14 Stationen punkten. In 14 altersgemischten Gruppen hatten sich jeweils zehn bis elf Kinder aufgemacht, um den Rundkurs im Wald hinter den Median-Kliniken zu absolvieren.

146 Schüler sind unterwegs

Der war vorher sogar noch sauber gemacht und kontrolliert worden. Damit die Kinder auf ihrer Expedition durch den Wald nicht an die Straße kommen, wurde sogar extra eine kleine Schneise angelegt, die die Verbindung zweier Stationen markierte.

Im Vorfeld hatte es ob der Größe des Parcours viele Abstimmungen geben müssen, denn 14 Stationen müssen von 14 Frauen und Männern betreut werden. Die stellten das Betreuungsforstamt in Flechtingen, der Naturpark Drömling und die Grundschule selbst.

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Dabei konnte sich Organisatorin und Försterin Angela Kummert sogar mal freischlagen, stand nicht an einer Station, sondern begleitete die Waldjugendspiele, in dem sie von Station zu Station ging.

Infos über Waldbewohner und Forstarbeit

Bei Förster Volkmar Schliephake lernten die Kinder die Arbeitsmittel eines Försters kennen. Der erfahrene Förster zeigte den Kindern, wie Bäume vermessen und markiert werden können, wie er sie zählen kann und wo sie ganz modern mit dem Laptop in einem Holzbuch eingetragen werden.

Im Unterschied zu ihm haben die Waldarbeiter ganz andere Arbeitsgeräte, die an einem anderen Stand vorgestellt werden. Was die Kinder mit ihrem guten Grundwissen noch nicht wissen, versuchen sie zu erraten. Denn auf die richtigen Antworten gibt es Punkte, die es eifrig zu sammeln gilt.

Angela Kummert ist ganz stolz auf ihre „Waldfüchse“. Sie haben im vergangenen Jahr noch in ihren Kindertagesstätten beim Waldfuchs-Projekt grundlegendes Wissen rund um den Wald und seine Bewohner erlangt, wo sie jetzt von profitieren können. Inzwischen sind die Grundschüler und geben weiter, was sie schon gelernt haben.

Spuren lesen und Tiere erkennen

Und wenn das mal nicht gleich klappt, hatte Marvin aus der 4. Klasse einen guten Tipp für seine Teamkameraden: „Passt gut auf, denn beim nächsten Mal sind wir nicht mehr dabei, dann seid ihr die Großen und wisst die Antworten.“

Waldvögel, Bodenpflanzen, Pflanzenteile und Bäume zuordnen, Spuren lesen, Kegeln, Holz stapeln, Eulen, Pilze und Waldtiere erkennen, ein Tierquiz, ein Baumpuzzle - die Stationen waren vielfältig und abwechslungsreich.

Das Engagement der Kinder war durchweg bemerkenswert, die älteren spornten die jüngeren Kindern zum Mitmachen an, verhielten sich rücksichtsvoll und bewiesen Teamgeist.

Hasen-Gruppe trägt Sieg davon

Um die Punkte an den 14 gut vorbereiteten Stationen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende setzte sich die Hasen-Gruppe mit 147,5 Punkten an die Spitze. Die „Wildgänse“ erzielten knapp dahinter 146 Punkte. Die Igel lieferten sich mit den punktgleichen Spitzmäusen (beide hatten 140 Punkte) ein Stechen, das die Igel beim Zapfenzielwurf mit 2:0 für sich entscheiden konnten.