Bebertal / Landkreis Börde l Als Hilke Neuschrank als Ortsbürgermeisterin von Hohenwarsleben nach vorn gerufen wird, um den ersten Preis im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in Empfang zu nehmen, ist ihr die Überraschung deutlich anzusehen. „So richtig fassen kann ich das nicht“, sagt sie, ist sich aber durchaus sicher, dass ihr Ort schon allein wegen der infrastrukturellen Lage eine Zukunft hat, speziell im Gewerbegebiet am Elbepark aber noch Potenziale zur Weiterentwicklung vorhanden sind.

Die Jury wussten sie und ihre Mitstreiter bei dem Vor-Ort-Besuch Ende September aber unter anderem auch mit einem Dorferneuerungsplan aus dem Jahr 2001 zu beeindrucken, in dem heute – 16 Jahre später – fast alle gesetzten Vorhaben einen grünen Haken haben. „Außerdem sind wir der Überzeugung, alles zu tun, um das alte und das neue Dorf zusammenwachsen zu lassen –und das hat wohl auch Punkte bei der Jury gebracht“, erklärt die Ortsbürgermeisterin, nachdem sie neben der Teilnehmerurkunde auch die Siegerurkunde in den Händen hält.

Engagement für den Wohnort

Landrat Hans Walker bekräftigt: „‚Unser Dorf hat Zukunft?‘ - das ist bei uns keine Frage, das ist hier eine Feststellung: ‚Unser Dorf hat Zukunft!‘“ Eine gute Zukunft, wie die Wettbewerbskommission unter Leitung von Holger Mühlisch, Regionalmanager beim Landkreis Börde, unterstreicht, nachdem sie alle zwölf Orte bereist hat. Fakt ist, so der Landrat, „ohne Macher, die Akteure, viele Individualisten und Menschen, die ihre Region, ihren Ort leben, geht nichts.“

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Wie Holger Mühlisch unterstreicht, stand der gesamte Wettbewerb auf hohem Niveau und die Differenzen waren sehr knapp. „Wir haben drei Sieger, aber es gibt niemanden, der Letzter geworden ist“, so Holger Mühlisch.

Preisgeld für 900-Jahr-Feier

Für den ersten Platz kann sich Hohenwarsleben nun auch über ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro freuen. Die sollen, so will es Ortsbürgermeisterin Hilke Neuschrank ihren Bürgern vorschlagen, in die Sparbüchse für die für das Jahr 2020 geplante 900-Jahr-Feier des Ortes fließen. Mit dem zweiten Preis gingen zudem 1000 Euro nach Calvörde, während sich Nordgermersleben über einen dritten Platz und 750 Euro Preisgeld freuen kann.