Haldensleben l Noch steht die Unwetterampel für Haldensleben auf Gelb. Doch das könnte sich angesichts der Wetterprognose für das erste Februarwochenende schnell ändern. Aktuell hat die Unwetterzentrale eine Vorwarnung vor Starkschneefall herausgegeben, das Umspringen der Ampel auf Warnstufe Rot ist möglich. Denn ab Sonnabendabend sollen langanhaltende und mitunter kräftige Schneefälle auftreten. Dabei muss insgesamt mit 20 bis 30 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden. Im Zusammenhang mit einem in Böen starken bis stürmischen Ostwind sind zusätzlich starke Schneeverwehungen zu erwarten.

Grund zur Sorge besteht aktuell bei der Stadtverwaltung Haldensleben noch nicht. „Der Winterdienst des Stadthofs ist aktiviert, besondere Vorkehrungen werden aber nicht getroffen“, sagt Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann.

Der Bereitschaftsdienst steht parat, um am Wochenende im Ernstfall von 5 bis 20 Uhr die Straßen der Stadt schneefrei zu halten. „Am Montag sind die Kollegen ab 3 Uhr im Einsatz“, ergänzt Zimmermann. Sechs Fahrzeuge hält der Stadthof für den Winterdienst bereit, dazu kommen noch einmal zwei Drei-Mann-Trupps für die Handarbeit. Auch Streusalz sei ausreichend vorhanden, versichert Lutz Zimmermann.

Feuerwehr ist bereit

Die Freiwillige Feuerwehr Haldensleben lässt es auch ruhig angehen. „Alles läuft ganz normal, es gibt keine besondere Alarmbereitschaft“, sagt Stadtwehrleiter Frank Juhl. Es mache wenig Sinn, die Kameraden sicherheitshalber im Gerätehaus zusammenzuziehen, meint er. „Dann sitzen wir alle dort und am Ende müssen wir gar nicht los. Das wäre doof.“ In Notsituationen würde die Alarmierung ganz normal ablaufen.

Einen Fünf-Mann-Bereitschaftsdienst halten die Stadtwerke Haldensleben vor. „Wir rechnen aber nicht mit Problemen, da 95 Prozent unserer Stromversorgung erdverkabelt ist“, sagt Pressesprecherin Antje Streck dazu. Schwierigkeiten könnten lediglich beim vorgelagerten Netzbetreiber wegen der zu erwartenden Schneefälle auftreten. Denn der Strom wird per Überlandleitungen nach Haldensleben geführt.

Die Zugänge zu den Gasübernahmestationen und Trafostationen werden jedoch vom Stadtwerke-Winterdienst freigehalten. „Unsere Fahrzeuge sind vorbereitet“, meint Antje Streck. Sie würden betankt, mit Frostschutzmittel aufgefüllt und mit Schneeschilden auf ihren Einsatz warten.

Neben dem erwarteten Schneetreiben werden auch die steigenden Pegel der Ohre mit Sorge beobachtet. Durch die Niederschläge sowie den Tauprozess der vergangenen Tage ist das Wasser in der Ohre und deren Zuflüssen angestiegen, wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz mitteilt. Gestern wurde die Alarmstufe 2 überschritten.

Der Pegel der Ohre bei Wolmirstedt erreichte bereits in der Nacht zum Freitag einen Wert von 2,10 Meter. Im Verlauf des Tages war der Wert laut Landesbetrieb für Hochwasserschutz gleichbleibend, deswegen sei die Alarmstufe nicht ausgerufen worden.

Im Raum Haldensleben und in der Stadt Wolmirstedt sind Wiesen, Felder und Gärten teilweise überschwemmt. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitigen Stand aber nicht.