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Den Winter laut vertreiben Wurstsingen in Böddensell: Wenn „Wischmöppse“ singen und Batman Beute macht

Wenn fantasievoll verkleidete Wurstsänger durch die Straßen ziehen, Lieder schmettern und auf Beutezug gehen, wird in Böddensell eine jahrhundertealte Tradition lebendig. Die wilde Meute pflegt den Brauch ihrer Urgroßeltern – laut, bunt und mit viel Herz. Ein Dorf feiert sich selbst und zeigt, warum Vergangenheit hier alles andere als verstaubt ist.

Von Anett Roisch 17.02.2026, 18:15
Bunt, laut und traditionsreich: In fantasievollen Kostümen ziehen die Wurstsänger durch Böddensell und halten mit Musik, Humor und Beutezug einen alten Brauch lebendig. Räuber Nico Bliesener (vorn; v.l.), Jens Bliesener als gut gelaunter Spaßmacher und „Zugpferd“ des Wagens sowie Anja Bliesener als „Oberwischmöppsin“ führen die bunt verkleidete Wurstsänger-Schar an.
Bunt, laut und traditionsreich: In fantasievollen Kostümen ziehen die Wurstsänger durch Böddensell und halten mit Musik, Humor und Beutezug einen alten Brauch lebendig. Räuber Nico Bliesener (vorn; v.l.), Jens Bliesener als gut gelaunter Spaßmacher und „Zugpferd“ des Wagens sowie Anja Bliesener als „Oberwischmöppsin“ führen die bunt verkleidete Wurstsänger-Schar an. Foto: Anett Roisch

Böddensell - Die Spannung liegt in der Luft, als sich vor dem Dorfsaal die ersten Schaulustigen sammeln. Noch ahnt niemand so recht, was gleich passieren wird. Doch dann ist klar: Wenn sieben „Wischmöppse“, ein kleiner Batman, heiße Teufelinnen, verfressene Krümelmonster, tanzende Schotten und wilde Bären aufeinandertreffen, kann das nur eines bedeuten – in Böddensell ist wieder Wurstsingen.