Schönfeld l Es grünt und blüht, im Naturschwimmteich tummeln sich die Kois, kleine Sitzecken laden in dem nahe der Kirche gelegenen Garten zum Verweilen ein. Wenn sich am Pfingstsonntag zum 11. Mal die „Gartenlandschaft Altmark“ als „Kleine Buga“ öffnet, ist der Garten von Sven Bünger in Schönfeld wieder mit von der Partie. Bereits seit 2007 beteiligt sich der Gartengestalter und -pfleger an der Aktion des Tourismusverbandes Altmark. Nachdem vor fast drei Jahren bei der Flutkatastrophe das Deichbruchwasser aus Fischbeck den Garten zunichte gemacht hatte, gab er nicht auf, versuchte, so schnell wie möglich Ordnung zu schaffen und ließ die Besucher der „offenen Gärten“ stets an den Fortschritten teilhaben.

Nur wenige Pflanzen überlebten

Inzwischen zeugt nur noch der abgestorbene Mammutbaum von der Flutkatastrophe. Der Stamm steht als Denkmal im Garten. Alles andere wurde ersetzt. Nur wenig hatte das lange Stehen im Wasser überlebt. Der Trompetenbaum und ein, zwei Koniferen.

Die in vielen Farben blühenden Rhododendren wurden ersetzt. Die 160 neuen Pflanzen sind gut angewachsen. Einige stehen bereits in voller Blüte. Die meisten werden ihre Pracht erst in den nächsten Tagen entwickeln. Das Frühjahr war lange Zeit zu kalt. „Es ist alles recht spät dran in diesem Jahr“, sagt Sven Bünger.

Ziemlich großes Areal

Gemeinsam mit Maik Schöne hat er den Garten auf die Besucherschar am kommenden Sonntag vorbereitet. „Wir müssen noch ein bisschen Unkraut zupfen“, sagt er. Es ist auf den ersten Blick gar keins zu sehen. Aber so ist das wohl bei einem Mann vom Fach. Wer sich Anregungen für seinen eigenen Garten holen möchte, ist auf dem 3000 Quadratmeter großen Areal an der richtigen Stelle. Ob Pflanzen in verschiedenen Größen und Arten, Dekorationen oder Sitzecken – es gibt viel zu entdecken. Ein Blickfang ist der Naturschwimmteich, in dem sich Kois tummeln.

65 000 Euro hat Sven Bünger nach der Flut in den Garten investiert. 80 Prozent hat er von der Investitionsbank als Förderung erhalten. Der Garten ist nicht nur wichtige Grundlage für seinen Betrieb, sondern auch ein Vorzeigeobjekt im Tourismusprojekt „Gartenlandschaft Altmark“.

Fünf Termine gibt es in den Sommermonaten, an denen 38 private Garten- und Parkbesitzer Besucher an ihren idyllischen Flecken Anteil nehmen lassen. Nicht alle öffnen zu jedem Termin. Sven Bünger allerdings schon. Und er lädt zusätzlich jedes Jahr an einem Adventssonntag in den weihnachtlich leuchtenden Garten ein.

Vor drei Jahren war der Auftakt der „Gartenlandschaft“ auch am Pfingstsonntag, erinnert er sich. 330 Besucher zählte er da in Schönfeld. Zum nächsten Termin im Juni stand der Garten dann im modrigen Elbwasser. Im Schnitt sind es 200 Besucher pro Termin, sagt Sven Bünger. An einem Tag im vergangenen Jahr kamen lediglich 70. Es war ein total verregneter Sonntag. Für diesen Pfingstsonntag hofft er auf gutes Wetter. Allerdings wurde auch für Regen vorgesorgt. Neu entstanden ist eine große Überdachung, so dass auch die zum Verkauf stehenden Pflanzen und Dekoartikel im Trockenen präsentiert werden können. Von 10 bis 18 Uhr sind die Besucher willkommen. Für Kaffee und Kuchen ist wieder gesorgt. Kleiner Tipp: Wer vom Garten aus den Feldweg ein Stück entlang geht, gelangt zu den sehenswerten Edelstahlskulpturen des Künstlerehepaares Matschinsky-Denninghoff.

Auch Roses sind dabei

Dass es sich in der Schönfelder Dorfstraße gut verweilen lässt, wissen auch Mitglieder der Volkssolidarität. Da haben sich schon drei Gruppen für die Tage nach Pfingsten angesagt. „Der Rhododendron wird dann wohl richtig in voller Blüte stehen.“

Insgesamt gibt es in der Elb-Havel-Region fünf Gärten, die sich an der altmarkweiten Aktion beteiligen. Am Pfingstsonntag öffnen auch wieder Roses in Kümmernitz ihr Landgartenidyll. Von 11 bis 18 Uhr können sich Besucher auf dem 4000 Quadratmeter großen Areal umschauen. Im Garten stehen viele Rosen, Staudenrabatten, Hauswurzsorten, ein Tomatenhaus und es gibt einen bäuerlichen Gemüsegarten. Kaffee und Kuchen, Pflanzenverkauf und kleine kunsthandwerkliche Objekte gehören zum Angebot. Auch sie öffnen von Mai bis September an jedem dritten Sonntag ihren Garten für Besucher.

Jeweils einmal dabei sind der Figuren-Garten von Rohdes in Kamern (17. Juli), der Garten der Ideen bei Familie Wernitz in Sandau (21. August) und der mit japanischem Flair versehene Garten des Arthotels in Havelberg (18. September).