Betreuung

406 Kinder besuchen die Kitas

Die Zahl der in Havelberger Kitas betreuten Kinder ist weiter gestiegen. Wartezeiten gibt es im Krippenbereich.

Von Andrea Schröder

Havelberg l 406 Mädchen und Jungen werden aktuell in den Havelberger Kitas betreut. Darüber informierte der Leiter des Amtes für Ordnung, Kultur und Soziales André Gerdel am Montagabend auf der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses. Im Havelberger Hort sind es 170 Kinder, in den Kitas „Regenbogen“ und „Zwergenland“ jeweils 110 und in der Kita Warnau 17. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Zahlen bis zum Jahresende noch ansteigen. „Wir liegen mit diesen Zahlen über denen in den vergangenen Jahren“, sagte der Amtsleiter.

Ein größerer Zuwachs wird im Krippenbereich erwartet. Hier gibt es Wartelisten. Allerdings nur, wenn die Eltern einen Krippenplatz direkt in Havelberg haben möchten. In der Warnauer Kita ist noch Kapazität vorhanden. „Die Wartezeiten sind aber nicht zu vergleichen mit Großstädten. Bei uns handelt es sich meist um ein, zwei Monate“, antwortete André Gerdel auf die Frage von der Ausschussvorsitzenden Doreen Müller. Die Mitarbeiter der Verwaltung haben bei den Anträgen auf einen Krippenplatz die Dringlichkeit mit im Blick. Zwar werden die Anträge möglichst nach Eingang bearbeitet, doch wird für arbeitende Eltern immer eine Lösung gefunden, sagte die zuständige Mitarbeiterin Sigrid Wiedenhöft.

In der Kita „Regenbogen“ haben die Sanierungsarbeiten über das Stark-III-Programm begonnen, für die Kita „Zwergenland“ werden sie mit Blick auf die erforderlichen Brandschutzauflagen vorbereitet. „Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden wir vielleicht die Betriebserlaubnis im ,Zwergenland‘ anpassen, um flexibler in den Einrichtungen sein zu können“, sagte André Gerdel.

Bislang können 0- bis 2-jährige Kinder in Havelberg nur in der Kita „Regenbogen“ betreut werden. Dort gibt es insgesamt 60 Krippenplätze. In der Kita „Zwergenland“ können Krippenkinder ab zwei Jahren aufgenommen werden. Dort stehen 20 Krippenplätze zur Verfügung. Beide Einrichtungen haben eine Betriebserlaubnis für jeweils insgesamt 130 Kinder bis zum Schuleintritt. Die Kita „Villa Kunterbunt“ in Warnau hat insgesamt 32 Plätze, davon zwölf für Kinder von 0 bis 3 Jahren.

Zu Beginn des neuen Betreuungsjahres Anfang August wurde die Betriebserlaubnis für die Kita in Warnau durch den Landkreis Stendal geändert, weil für die Hortbetreuung die Voraussetzungen nicht genügten. Deswegen war auf der Ausschusssitzung am Montag eine Beschlussfassung zur Anpassung der Kita-Benutzungssatzung erforderlich. Zudem gibt es nun auch in der Kita Warnau eine Ganztagsversorgung mit Frühstück, Mittag, Vesper und Getränkeangebot. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder für die Änderungen.

Der Amtsleiter informierte außerdem, dass die Hansestadt wieder die voraussichtliche Zahl der Einschüler aus der Einheitsgemeinde bis zum Jahr 2023 an den Landkreis melden musste. Demnach werden 2018 52 Kinder eingeschult, 2019 40, 2020 48, 2021 52, 2022 41 und 2023 51. Wobei die Kinder nicht alle in Havelberg zur Schule gehen werden, denn aufgrund der Schuleinzugsbereiche werden die Mädchen und Jungen aus Kuhlhausen, Garz und Warnau in die Sandauer Grundschule eingeschult. Das sind in den nächsten Jahren 5, 7, 5, 4, 2 und 5 Kinder. Die Zahlen basieren auf den Geburtenzahlen. Durch Zu- und Wegzüge sind Änderungen jederzeit möglich. Auch können unter bestimmten Umständen Kinder aus den drei Haveldörfern auch in Havelberg die Grundschule besuchen, wie Erfahrungen belegen.

Gedanken um die Zukunft der Grundschule muss sich die Stadt also nicht machen. Die Gedanken gehen bekanntlich dahin, wie alle Kinder ordentlich beschult werden können, sprach André Gerdel die Bemühungen um die Sanierung des alten Sekundarschulgebäudes für Grundschule und Hort an. Im Bauausschuss am Mittwoch, 13. September, wird über den Stand der Fördermöglichkeiten für das Gebäude informiert (die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sportforum „Am Eichenwald“). Er sei positiv gestimmt, dass sich eine gute Lösung finden lässt.