Havelberg l Wie kann der Weihnachtsmarkt in Havelberg unter Corona-Bedingungen stattfinden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes gerade. Zwar weiß niemand, wie sich die Lage entwickelt und welche Maßnahmen noch ergriffen werden. „Doch wir wollen ihn unter den gegebenen Bedingungen vorbereiten und mögliche kommende Verschärfungen dann berücksichtigen“, sagt der Leiter des Amtes für Ordnung, Soziales und Kultur André Gerdel im Gespräch mit der Volksstimme.

Größere Bühne

Mit dem Wunsch, angesichts vieler in diesem Jahr ausgefallener Veranstaltungen mit dem Weihnachtsmarkt den Menschen wenigstens im Advent einen Höhepunkt bieten zu können, steht die Hansestadt nicht allein da. Bei einem Treffen aller Ordnungsamtsleiter des Landes Sachsen-Anhalt vor wenigen Tagen haben sich 90 Prozent dafür ausgesprochen, Weihnachtsmärkte anzubieten, berichtet André Gerdel.

Immer in dem Bewusstsein, dass es wegen der Corona-Entwicklungen auch zu einer Absage kommen könnte, haben die Mitarbeiter dennoch erste Pläne entwickelt für den Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende und rufen Händler, Gastwirte, Vereine und andere, die Interesse an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt haben, dazu auf, sich bis Freitag, 13. November, im Ordnungsamt zu melden.

Ausgenommen sind dieses Mal Schüler. „So gern wir ihnen sonst die Möglichkeit bieten, ihre Klassenkassen aufzufüllen, wollen wir sie nicht gefährden“, erklärt der Amtsleiter. Auch die Auftritte der Kinderchöre aus Grundschule und Kitas müssen entfallen, denn auch auf der Bühne muss für Abstand gesorgt sein. „Wir werden aber versuchen, trotz aller Vorschriften ein interessantes und abwechslungsreiches Programm anbieten zu können und erarbeiten ein Hygienekonzept, das genehmigungsfähig ist.“

Die Weihnachtshütten, die normalerweise im Rund des Marktplatzes am Rathaus stehen, sollen in größerem Abstand aufgebaut werden, nennt Dieter Härtwig, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt, eine Änderung. Lediglich sechs Hütten sollen sich dort gegenüber stehen. Weitere werden Richtung Scabell- und Kirchstraße aufgestellt. Bei Bedarf ist eine Ausdehnung in Richtung Kirchstraße möglich. Die Bühne soll im Bereich des Springbrunnens stehen. Dort bietet sich mehr Platz für Zuschauer. „Wir werden die große Bühne aufbauen, die doppelt so groß ist wie die kleine“, sagt er.

Mit Ein- und Ausgang

Der Bereich des Weihnachtsmarktes wird abgegrenzt und ein Ein- und Ausgangsbereich eingerichtet. Besucher müssen sich registrieren – nach heutigem Stand dürfen es 1000 sein. Die Vorschriften bedeuten, dass neben Mitarbeitern der Stadtverwaltung auch Security-Leute im Einsatz sein werden, die das Einhalten der Regeln im Blick haben.

Für das Programm hat sich Ordnungsamtsmitarbeiterin Silke Lisges Gedanken gemacht. „Wir werden gucken, was möglich ist. Der Weihnachtsmann soll auch mit dabei sein, allerdings auch auf Abstand.“ Ein Händler hat sich übrigens schon gemeldet, der Holzkunst anbieten möchte.

Anmeldungen für den Weihnachtsmarkt nimmt Silke Lisges unter der Telefonnummer 039387/765 53 und per Mail an ordnungsamt@havelberg.de entgegen.