Kamern l Wenn die vom neugierig-Verein geplante freie Schule in Kamern nach den Sommerferien ihren Betrieb aufnehmen sollte, gehört auch ein Lehrbauernhof dazu. Dessen erste „Sprösslinge“ wurden am Freitag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wir machen Schule“ den zahlreichen Besuchern vorgestellt. Im großen Foliengewächshaus gedeihen bereits Tomaten und Salat, informierte Betreuer Sjacob Jagott. Gurken, Zucchini, Auberginen und Melonen sollen auf dem Schulbauernhof später gedeihen, alles wird selbst gezogen. Auch etliche Erdbeeren wachsen schon heran.

Ein Magnet für die Kinder waren die ersten Schul-Tiere: Hühner, Kaninchen und Enten waren schon zu bestaunen. Später sollen noch Schafe und Schweine hinzukommen.

Die freien Flächen des einstigen Verkehrsgartens der Vorgänger-Schule sollen noch urbar gemacht werden. Nebenan wurde fleißig gearbeitet, einige Vatis gruben die überflüssigen alten Betonpfeiler aus, während die Kinder in den Robinien schaukelten und herumkletterten. Am Weg zur Schule hin wurde zudem ein Tastpfad angelegt, unter anderem bestückt mit Tannenzapfen.

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Der Verein wartet nun erneut auf die Entscheidung des Landes, im Vorjahr war die Zulassung der freien Schule verwehrt worden. Zwei Gutachten der Uni Halle und des Grundschulverbandes loben das Kamernsche Konzept. Aktuell gibt es 16 Interessenten, darunter etliche aus dem Bundesland Brandenburg sowie aus Berlin. In der Hauptstadt ist in freien Schulen kein Platz mehr zu bekommen.