Havelberg l „Der erste Eindruck ist der beste“, sagt eine alte Redewendung. Um einen guten Eindruck bei Wasserwanderern und Touristen, die auf dem Wasserweg in die Hanse- und Domstadt Havelberg kommen, zu hinterlassen, werden zurzeit auf der Spülinsel Sturmschäden beseitigt.

Zwei Tage lang Hochdruck

Weil gerade auf einer Insel, und dann noch in Wassernähe, nicht alle von den letzten Stürmen umgeknickten Bäume landseitig beräumt werden können, bat der Havelberger Leiter des Amtes für Ordnung, Kultur und Soziales, André Gerdel, um Amtshilfe. Er setzte sich mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg in Verbindung. „Wir haben durch die Hinterlassenschaften der Stürme noch sehr viel zu tun und wissen gar nicht, was wir zuerst machen sollen. Aber diese Unordnung hier auf der Spülinsel kann auf keinen Fall so bleiben und daher haben wir für zwei Tage unsere Technik dorthin geschickt“, machte der Leiter der Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rathenow, Joachim Karp, deutlich.

Kettensägen kreischen

Das Arbeitsschiff „Puma“, auf dem ein großer Bagger postiert ist, wird auf der Havelseite der Spülinsel vom Schubschiff „Lurch“ in Position gehalten. Die im Wasser liegenden Bäume, zum Teil waren diese noch mit dem abgeknickten Stamm verbunden und mussten von den Sägeführern abgesägt werden, wurden dann mit dem Bagger auf einen über 30 Meter langen Prahm verladen. Das Absägen der Stämme erledigten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs – die Kettensägeführer Thomas Gaing und Heiko Thalmann, die mit weiteren Arbeitskräften die landseitigen Arbeiten ausführen.

Bilder

Wanderweg im Mittelpunkt

Hier steht der an der Uferkante entlangführende Wanderweg, der von vielen Spaziergängern genutzt wird, im Mittelpunkt. Zur Gefahrenabwendung muss dort der Windbruch beseitigt werden und so werden sich die Arbeiten noch bis fast um die ganze Spülinsel hinziehen.

„Wasserseitig helfen wir, so gut es eben geht, denn abtreibende Bäume können zu einer großen Gefahr werden. Ebenso ein weiterer Abbruch von Bäumen, die über der Wasserkante hängen“, gibt Joachim Karp zu verstehen.

Genug Raum für Tiere

Für die Tiere der Natur bleibt aber noch genügend Unterschlupf, obwohl deutlich zu sehen ist, wo die schwere Technik und die Mitarbeiter des Bauhofes schon durch sind. Der Arbeitsaufwand ist enorm und die Arbeiten werden noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen.