Havelberg l Die traditionelle Veranstaltung hatte Premiere im Dom, wodurch sie viel mehr Besucher als sonst erleben konnten. Das Beste gleich zu Beginn: 520 zahlende Musikfreunde und ein Gesamtergebnis von 8500 (!) Euro für karitative Zwecke sind sehr erfreuliche neue Rekorde der Konzertreihe, die in jedem Jahr zu Beginn der Adventszeit in Havelberg auf dem Programm steht. Federführend dabei sind die Soldaten aus dem Panzerpionierbataillon 803 aus der Elb-Havel-Kaserne in der Domstadt. Unterstützung erhalten sie von der Hansestadt Havelberg und dem Bundesforstbetrieb Westbrandenburg.

Einnahmen für gute Zwecke

Pfarrer Frank Städler als Hausherr und der Standortälteste Oberstleutnant Ralph Peter begrüßten zu Beginn die über 500 Gäste sowie die Militärmusiker zum Benefizkonzert im Dom und informierten darüber, für welche Verwendung die Einnahmen des Abends gedacht sind. Kirchlicherseits wird die Hälfte dieser in die Dom-Hospital-Stiftung Havelberg fließen. Die andere Hälfte des Geldes soll an die Havelberger Tafel, an die Volkssolidarität, an die Kindertagesstätte in Warnau und an die Soldaten und Veteranen Stiftung aufgeteilt werden.

Neuanfang im Dom

„Wir wollen heute hier im Dom gemeinsam einen Neuanfang wagen“, sagte Oberstleutnant Ralph Peter – schon einmal mit einem kleinen Blick auf das Benefizkonzert 2020.

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Zwei Besetzungen spielen auf

Personell ein ganzes Stück kleiner als sonst in der Stadtkirche zeigte sich am Mittwochabend das Heeresmusikkorps aus Neubrandenburg, das mit zwei Besetzungen zu jeweils fünf Musikern angereist war. Diese standen unter der Leitung von Stabsfeldwebel Torsten Ernst und Hauptfeldwebel Till Falkenberg. Für das diesjährige Benefizkonzert waren sie klassisch eingestellt. Aber auf festliche, zur Advents- und Weihnachtszeit passende Musik. So erklangen zum Beispiel „Music from Orfeo“ von Monteverdi, „Andante Cantabile“ von Tschaikowsky, „Air & Badinerie“ von Bach sowie Sätze aus der „Weihnachtsmusik“ von Mielenz. „Amazing Grace“, „White Christmas“ und „Hallelujah“ standen ebenfalls auf dem Programm.

Ortsschild geht nach Afghanistan

Das Schlusswort oblag Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski, der die musikalische Stunde als „einen wunderbaren Einstieg in die Adventszeit“ bezeichnete. Er nutzte auch die Gelegenheit, allen Soldaten, die gegenwärtig Dienst im Ausland verrichten, herzliche Grüße zu übermitteln. Zusammen mit den Weihnachtspäckchen für die Soldaten in Afghanistan, die derzeit gepackt werden, wird in den nächsten Tagen auch ein Ortsschild der Hansestadt Havelberg mit auf die Reise gehen.

Versorgung klappt bestens

Vor und nach dem Benefizkonzert sorgten Bundeswehrangehörige aus der Elb-Havel-Kaserne auf dem Domplatz mit Speisen und Getränken für das leibliche Wohl der Besucher und mit einer Feuerschale für Wohlfühlatmosphäre an dem kalten Winterabend.