Schönfeld l Über zwei Millionen Euro hatte die Flutschadenssanierung des Freizeitbereiches am Schönfelder See gekostet, das Areal hatte teils meterhoch im Deichbruchwasser gestanden. Die komplette Infrastruktur wurde dabei saniert – unter anderem mit Wasser-, Strom- und Wegenetz sowie Gebäudesanierungen.

„Die beiden Doppelbungalows unserer Gemeinde sind seit einigen Wochen voll ausgebucht“, freute sich Riccarda Ringer, welche auf dem Platz für die Anmeldungen zuständig ist. Viele Anfragen kommen über das Internet, dort kann man auch gleich sehen, wann es noch freie Termine in den Bungalows gibt. „Dieses Jahr kamen sogar Gäste, welche vor 2013 schon mal hier waren“, berichtete sie. Darunter waren auch Camper aus Hannover, denen man 2013 wegen der Flutschäden absagen musste und die ihre Buchungskosten gespendet hatten.

Viele Gäste wollen wiederkommen

Viele der Gäste wollen wiederkommen, hatte Riccarda Ringer erfahren. Sogar Polen und Tschechen waren hier zu Gast. Auch die Stellplätze für die Wohnmobile sind gut ausgelastet. Was noch fehlt, sind die Tagescamper.

Bilder

Camper im gesetzten Alter sind nicht mehr mit einem Zelt sondern mit Wohnwagen oder -mobil unterwegs. Zu ihnen gehören Helga und Jochen Schote aus Parchen im Jerichower Land.

Neugierig gemacht hatte sie die MDR-Sendung, welche kürzlich auch den Schönfelder Campingplatz vorgestellt hatte. Ein im Liegestuhl ruhender Herr gab den letzten Anstoß, erzählte das Paar. Zudem hat Jochen Schote alte Verbindungen in die Region: Er war vor 40 Jahren als Betreuer im Ferienlager der LPG Parchen auf der anderen Seeseite in Kamern tätig gewesen.

MDR-Sendung machte neugierig

„Der Platz ist idyllisch und für uns ideal, wir baden sehr oft und der Strand liegt gleich nebenan“, berichteten die begeisterten Parchener. Sie wurden als Neulinge unkompliziert aufgenommen, die Nachbarn sind alle sehr freundlich. Auch das Personal ist nett und hilfsbereit, schaut oft nach dem Rechten. Hinzu kommen gut befestigte Radwege ringsum – anders als um Genthin, wo die Pedalritter schon lange auf einen Radweg neben der Bundesstraße 1 warten.

Eva Mangelsen und Austin Gerwin aus Neumünster wollten eigentlich nur drei Tage auf dem Platz bleiben – nun sind sie bereits fast vier Wochen hier. Mit ihrem nagelneuen Wohnwagen wollten sie „ein Stück die Elbe hochfahren“. Auch sie waren im Internet auf Schönfeld gestoßen: „Die Hecken auf den alten Fotos sind jetzt leider verschwunden.“

Kiosk fehlt auf dem Platz

Dem Paar hat der Platz so gut gefallen, dass es den Aufenthalt verlängerte. Die Nachbarn seien alle sehr nett, gibt es mal Probleme, redet man halt miteinander. Fast jeden Tag wird geradelt, auch wandern beide viel. Das Radwegesystem im flachen Gelände sei toll, auf dem Platz kann man direkt am Wasser die herrliche Ruhe genießen. Auch ihre Kinder und Enkel waren schon eine Woche lang zu Gast.

Was ihnen hier fehlt, sind Einkaufsmöglichkeiten, schön wäre es, wenn ein Kiosk auf dem Platz öffnen würde. Ansonsten sind beide Urlauber rundum zufrieden.