Schönfeld l „Mit der Sanierung des Platzes hatten wir 2015 begonnen, zwei Jahre konnte der Platz nicht betrieben werden“, erinnerte Kamerns Bürgermeister Arno Brandt zur Begrüßung. Die langwierige Flutsanierung habe viele Nerven gekostet, doch letztendlich kann sich das Ergebnis sehen lassen. Er dankte den Verantwortlichen von der Verwaltung, den Planern und den beteiligten Firmen. Noch sei die Platzsanierung nicht komplett beendet, so muss das Brandschutzkonzept im Wochenendbereich noch umgesetzt werden. Und leider sei auch das Mehrzweckgebäude noch immer ohne Pächter.

Arno Brandt dankte allen treuen Platznutzern und den Helfern vom Bungalowverein, welche unter Regie von An­drea und Bernd Starke den Kuchenbasar organisiert hatten. Immerhin 22 Backwerke waren am Ende zusammengekommen. Sein Dank ging auch an sein Team mit Platzwart Detlef Riek und Riccarda Ringer; vor allem Detlef Riek hatte bei der Flutsanierung viele wertvolle Hinweise gegeben. Mit Blumen geehrt wurden zudem einige ehrenamtliche Helfer.

Clown Tommy zauberte

Die Gemeinde Kamern hatte für die erste Party nach der Flut – so der offizielle Titel – auch ein kleines Programm organisiert. So zeigte die Tanzgruppe Arabeske einige Tänze – unter anderem mit kleinen Schlossgespenstern und lustigen Cowboys. Clown Tommy faszinierte und belustigte die Zuschauer mit seinen Zaubereien, es gab einige Spiele für die Kinder und das Jugendzentrum Havelberg hatte seine Hüpfburg bereitgestellt. DJ Roland sorgte bis in die Nacht für Stimmung.

Bilder

Bis zur Dachkante hatten die Bungalows an den tiefsten Stellen des Platzes am Schönfelder See nach dem 10. Juni 2013 im Flutwasser gestanden. Viele Nutzer hatten daraufhin entnervt das Handtuch geworfen. Der Wiederaufbau war erst im Vorjahr beendet – was sich vorher niemand hätte träumen lassen. Doch mussten erst die Schäden an den Wohnstätten und in den Kommunen beseitigt werden, ehe man an die Sanierung von Freizeitarealen ging. Die Kapazitäten der Baufirmen waren schließlich nicht unbegrenzt.

Platz für 50 Dauercamper

Bislang hat die umfassende Sanierung des Freizeitbereiches Schönfeld – so der neue Name – 3,8 Millionen Euro gekostet. Sämtliche Versorgungsleitungen wurden erneuert, ebenso Straßen und Wege sowie die kommunalen Gebäude. Das Areal wurde teils neu zugeschnitten, es entstand neben dem Campingplatz und der 76 Einheiten umfassenden Bungalowsiedlung numehr auch ein Wochenendplatz für etwa 50 Dauercamper.

Erinnerungen an die schlimme Zeit der Flut wurden im Saal der Waldschänke wach, wo Lichtbilder von Peter Franke aus Kamern zu sehen waren. Heute erinnert auf dem Platz nichts mehr an diese Zeit, die Bungalows sind alle vergeben und auch die Saison auf dem Campingplatz lief kürzlich gut an. Meist sind es jedoch keine Leinwandvillen mehr, die aufgebaut werden, sondern Wohnmobile oder -wagen.