Flutsanierung

Der Bau des Radweges zwischen Wulkau und Kamern nähert sich dem Ende

Nun dauert es nicht mehr lange, dann können Radfahrer den Radweg zwischen Wulkau und Kamern wieder entlang rollen. In dem Abschnitt war 2013 die Straße geschlitzt worden, damit das Flutwasser aus Fischbeck besser abfließt.

Von Ingo Freihorst
Auf dem Radweg zwischen Kamern und Wulkau wurden dieser Tage die Seitenstreifen angelegt. In dem Bereich musste zudem der Unterboden saniert werden.
Auf dem Radweg zwischen Kamern und Wulkau wurden dieser Tage die Seitenstreifen angelegt. In dem Bereich musste zudem der Unterboden saniert werden. Foto: Ingo Freihorst

Kamern/Wulkau - Die Flutschadenssanierung am Radweg zwischen Kamern und Wulkau geht langsam ihrem Ende entgegen. Im August soll der Abschnitt übergeben werden, war aus dem Bauamt zu erfahren. Noch ist der Weg aber Baustelle.

Die Tragschicht aus Asphalt ist bereits aufgetragen, in Kürze folgt die zwei Zentimeter starke Deckschicht. Dieser Tage war auf der 2,4 Kilometer langen Bautrasse ein Bankettfertiger im Gange. Ein Radlader verdichtete und säuberte das aufgetragene Material im Anschluss. Darauf kommt dann noch Mutterboden samt Rasenansaat.

Die Arbeiten hatten sich um einige Zeit verzögert, da kurz vor Wulkau auf einigen hundert Metern Länge der lehmige Boden nicht tragfähig war. Der Untergrund musste deshalb stabilisiert und erhöht werden, wurde auf der Ratssitzung in Kamern informiert. Die Gemeinde habe im Vorfeld den Planer auf das Problem hingewiesen, dieser habe dies aber nicht beachtet, informierte Bürgermeister Arno Brandt.

Neuer Radweg ist breiter als der alte

Die Ausschreibung hatte die Firma Matthäi aus Stendal gewonnen, sie hatte unter anderem auch die Sandauer Ortsdurchfahrt saniert. Zuerst wurde das alte Pflaster aufgenommen, dann alles ausgekoffert und unter anderem mit einer Frostschutzschicht und Wurzelsperren versehen. Der neue Radweg wurde mit zweieinhalb Metern etwas breiter als der alte.

Eingeplant waren für diese Flutschadensbeseitigung um die 533.000 Euro. Bezahlt wird alles aus dem staatlichen Schadensfonds.

Weil im Juni 2013 zwischen Kamern und Wulkau die Landstraße geschlitzt wurde, um den aus Fischbeck heranströmenden Wassermassen einen Durchfluss in Richtung Havel zu verschaffen, war auch ein Stück vom Radweg neben der Straße abgetragen worden. Die Vorbereitung der Baumaßnahme hatte sich in die Länge gezogen, weil Zuständigkeiten unklar waren, es mussten Grundstücke erworben werden, zudem sollte die Gemeinde zuzahlen – was diese aber ablehnte.

Der Fischbecker Deichbruch hatte in Kamern, Wulkau und Schönfeld Schäden von über 20 Millionen Euro verursacht – in der kommunalen Infrastruktur sowie im ländlichen Bereich. Die Schäden der Einwohner sind in dieser Summe nicht enthalten.