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Freie SchuleEin Medienprojekt im Kreis Stendal: Von der Flöte zum MP3-Player

Im Kreis Stendal gibt es Kassettenrekorder und Grammophon zu entdecken. Wie hören sich solche Geräte an? Kinder der Freien Schule Kamern erleben Musik einmal anders.

Von Max Tietze Aktualisiert: 31.01.2024, 00:50
Schüler in Kamern haben eine musikalische Zeitreise erlebt.
Schüler in Kamern haben eine musikalische Zeitreise erlebt. Foto: Max Tietze

Kamern. - Wie man vor Jahren Musik hörte, erlebten die Kinder der Freien Schule in Kamern im Rahmen ihres Medienprojektes. Anhand alter Abspielgeräte erfuhren sie, wie Platten knistern und was Bandsalat ist. Zu hören, wie früher im Kreis Stendal „Freizeit“ klang, beeindruckte schon.

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Die musikalische Zeitreise mit Nancy Lewerken aus dem Pädagogenteam begann mit einer selbstgeschnitzten Flöte. Später konnten sich reiche Herrschaften Musiker in das Schloss bestellen, es wurde zu bestimmten Anlässen vorgespielt. Wer Musik als Begleitung durch den Tag brauchte, sang selbst. Mit mechanischen Spieluhren konnte man schon Musik abspielen, wann man wollte. Allerdings war meist nur eine Melodie möglich. Ein Leierkasten mit wechselbaren Walzen bot mehr Auswahl.

Manche haben erstmals in Kamern ein Grammophon gesehen und gehört.
Manche haben erstmals in Kamern ein Grammophon gesehen und gehört.
Foto: Nancy Lewerken

Mit der Erfindung von Schallplatten kamen ganze Orchester in die Wohnungen der Menschen. Die Kinder im Grundschulalter konnten ein Grammophon bestaunen und stellten fest, dass die Platten dazu doch recht empfindlich sind. Den Klang und Kurbelaufzug dieses Plattenspielers hatten manche zum ersten Mal „live“ erlebt.

Kinder in Kamern betrachten Schallplatten: Wie darauf wohl Musik aufgenommen wurde?
Kinder in Kamern betrachten Schallplatten: Wie darauf wohl Musik aufgenommen wurde?
Foto: Max Tietze

Handlicher und mobiler wurde es mit Tonband und Kassettenrekorder. Wie es ist, wenn das Tonband im Gerät falsch läuft, sozusagen der „Bandsalat“ entsteht? Das führte Nancy Lewerken mit einem Walkman vor.

An einem Kassettenrekorder in Kamern lassen sich wenigstens Knöpfe drücken.
An einem Kassettenrekorder in Kamern lassen sich wenigstens Knöpfe drücken.
Foto: Max Tietze

Die kleinen, handlichen Kassettengeräte entsprachen schon etwas dem Format der MP3-Player und Smartphones, wie die Kinder sie selbst besitzen. Auch CDs und DVDs mit Hörspielen, Filmen und Musik findet man in den Kinderzimmern. Wie eine Schallplatte aufgenommen wurde, verriet dann noch eine Dokumentation der „Fernsehmaus“.