Havelberg l Die Paddler waren am 8. Juli im tschechischen Usti nad Labem gestartet und wollen am morgigen Sonnabend ihr Ziel in Hamburg erreichen. Auf der Havelberger Spülinsel wurden die Wasserwanderer aus sieben Nationen – Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Italien und sogar Neuseeland – im Domizil des Wassersportvereins begrüßt.

Aus Tangermünde kommend, hatten sie immerhin anstrengende 34 Kilometer in oft strömendem Regen hinter sich. Während einige Paddler noch ihre Zelte aufbauten oder ihre Sachen zum Trocknen unter einer Überdachung aufhängten, begrüßten der Vorsitzende des Wassersportvereins, Herbert Luksch, und Kanutrainer Stefan Skibbe die Gäste. Herbert Luksch wünschte allen einen angenehmen Aufenthalt und trockenes Wetter für die Weiterfahrt. Tourleiter Peter Papowski – er wird wegen des Nachnamens von den Teilnehmern Peter Pan genannt – ist schon seit vier Jahren als Leiter dabei: „Ich mach‘ noch bis zur 25. Jubiläumstour den Chef und dann muss ein Nachfolger ran“, kündigte der Rettungsschwimmer an.

Er bedankte sich bei den Hansestädtern für die Gastfreundschaft und plant auch für die nächste Internationale Elbefahrt Havelberg als Zwischenstopp ein. „In Tangermünde hat es uns auch sehr gut gefallen. Da wir zwei Tage dort verbrachten, hatten wir auch Zeit für eine tolle Stadtführung. Auch hier in Havelberg sind einige gleich ausgeschwärmt, um die Stadt zu erkunden. Wir haben auch eine 86-jährige Seniorin dabei, die sich aber vom großen Pulk etwas abgesetzt hat. Sie kommt aber hinterher und paddelt die Tour bis zum Ende mit. Für die rüstige Dame ist das kein Problem, denn die einstige Lehrerin ist in diesem Jahr schon mit ehemaligen Schülern insgesamt 4000! Kilometer gepaddelt“, erzählt Peter Papowski und greift zum Handy, um sich um die letzte Schleusung der Nachzügler zu kümmern.

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Bei der 23. Internationalen Elbefahrt sind 30 Teilnehmer im Alter zwischen 60 bis 70 Jahren dabei. Am Abend, die Havelberger hatten sich um die Versorgung gekümmert, saß man an der Feuerschale zusammen. Es wurde gefachsimpelt und viel gelacht. Nach einer angenehmen Nacht und einem leckeren Frühstück ging es bei Sonne weiter nach Wittenberge.