Klietz l Im Boot der Klietzer Feuerwehr sitzend, schipperten Neptun (Bürgermeister Hermann Paschke) und Müllermeister Rüdiger Sigmund Pfingstmontag gen Badestelle am Klietzer See. Die ist in den zurückliegenden Monaten neu gestaltet worden – ein Schmuckstück, das nun wieder zum Baden einlädt und den traurigen Anblick nach der Flut in den zurückliegenden fast fünf Jahren vergessen macht.

Die Klobürste mit Seewasser schwingend, taufte Neptun das Areal auf „Badestelle am Mühlenberg“. Viele Klietzer und Gäste klatschen und bescheinigten den Planern und Bauleuten, dass hier „was richtig Schönes“ geschaffen worden ist. Nun muss nur noch der Rasen aufgehen und ganz oft die Sonne scheinen. Und jeder auf Sauberkeit achten! Ein schöner Strand, ein zum Klettern einladendes Geflecht aus Seilen, ein Volleyballfeld, ein breiter Steg und eine Sprungplattform sorgen bei Sommerwetter für ein feuchtfröhliches Vergnügen.

Mühlenflügel drehen sich

Während die ersten mutigen Kinder schon mal das noch recht kalte Wasser testeten, begaben sich Neptun, die Nixe und auch der Müllermeister nach nebenan auf den Mühlenberg. Denn schließlich musste Rüdiger Sigmund an diesem deutschlandweiten Mühlentag auch seiner Arbeit nachkommen und die Flügel der Mühle in Gang setzen. Aus Weizen wurde Schrot – wie dieser Mahlvorgang abläuft, erläuterten der Müller und auch sein Helfer Detlef Furchheim den vielen Gästen, die einen Blick ins Innenleben warfen. Dabei gab es wissenswerte Infos – beispielsweise, dass sich die Flügel entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drehen und dass mindestens 25 km/h Wind nötig sind, damit die Flügel sich drehen.

Bilder

Wer aufmerksam zuhörte oder sich die Info-Tafeln genau ansah, dem fiel das Beantworten der Fragen des Mühlenquiz nicht schwer. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt zum Heimatfest am 16. Juni.

Bei Bratwurst und Kuchen von Bäckermeister Glaser ließen sich die Festgäste am Fuße der Mühle nieder. Von Zeit zu Zeit drehten sich die vom Motor angetriebenen Flügel, Kinder spielten und ließen sich Popcorn schmecken. Und wem es zu warm war, der konnte an der Badestelle zumindest die Füße ins kalte Wasser halten.