Elbe-Havel-Land l Jetzt wurde deren Zustand bei der alljährlichen Grabenschau begutachtet. Zuständig für die Grabenpflege im Elb-Havel-Land ist der Unterhaltungsverband „Trübengraben“ in Havelberg. Geschäftsführer Uwe Klemm informierte beim Treff, dass in diesem Jahr in den Gräben trotz etwas höherer Niederschläge weniger Wasser geflossen war als noch 2018: Nach zwei Dürre-Jahren ist der Boden tief ausgetrocknet und auch der Grundwasserpegel ist noch niedriger als in diesem Jahr.

In einigen Gräben wurde dieses Jahr die Böschung verbaut, zudem gab es Grundräumungen. Wegen der leeren Gräben war der Mähkorb bei der Sohlkrautung alsbald verschlammt. Die letzten Flutschäden aus dem Sommer 2013 wurden im Verbandsgebiet Ende des Vorjahres beseitigt, jetzt beginnt erst die Abrechnung durchs Amt. Etliche 2013 zerstörte Rohrdurchlässe werden jetzt im Südbereich über die Kommunen repariert.

Zäune bereiteten Sorgen

Probleme bereiteten beim Mähen immer wieder die festen Umzäunungen, hier fand man einen Kompromiss – es wurde nur noch von einer Seite aus gemäht. Allerdings gab es neuerdings im Schollener Raum Probleme mit variablen Zäunen, berichtete Gerd Schulenburg, Geschäftsführer der Havelberger Firma Lati, welche mit der Grabenunterhaltung beauftragt ist. Auch wollte der Landwirt das Mähgut abtransportieren, was dann doch nicht erfolgte. In den nächsten zehn Tagen seien seine Angestellten mit der Grabenpflege durch.

Wegen des geringen Wasserstandes konnte zum Beispiel die Jäglitz erst im Oktober gekrautet werden, berichtete Alexander Helm vom Hochwasserschutz-Landesbetrieb. Der Rütschgraben sei zu großen Teilen verschlammt, dort ist 2020 eine Grundräumung geplant. Am Pierengraben wurden zudem Böschungsschäden – entstanden durch Rinder – beseitigt. Auch in Wöplitz sei eine Grabenböschung durch Rinder beschädigt worden.

Die Panzerstraße am Weinberg bei Havelberg wurde abgerissen, ebenso der dortige Stau, berichtete Schaubeauftragter Hark Arfsten. Wird das Bauwerk wieder aufgebaut, wollte er wissen. In seiner Stellungnahme habe er das vorab vom Naturschutzbund als Bauherren gefordert, antwortete Uwe Klemm. Ansonsten würde der Polder dort bei der nächsten Flutung leerlaufen.